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Nusstorte

Nusstorte
Tortenboden: 200 g geriebene Walnüsse, 140 g Zucker, 7 Eier, 70 g geriebene Zartbitterschokolade, 80 g Bröseln*, 2 EL Rum
Creme: 100 g Butter, 75 ml Milch, 50 g geriebene Walnüsse, 50 g Zucker
Dekoration: 100 g Marillenmarmelade, 50 g gehackte Walnüsse, 1 Becher Schokoglasur (zartbitter), 12 halbe Walnusskerne
Zubereitung
Eier trennen, Eiweiss mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen und kalt stellen, Eidotter mit Zucker schaumig schlagen, Nüsse, in Rum getränkte Bröseln und gerieben Schokolade beigeben und zuletzt den Eischnee vorsichtig unterheben. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen. Torte bei 175 Grad 60 Minuten backen. 10 Minuten ruhen lassen, dann aus der Springform lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Für die Creme Milch und Nüsse aufkochen und zum Abkühlen beiseite stellen. Butter mit Zucker schaumig schlagen und die Nussmasse beigeben.
Nun den erkalteten Tortenboden einmal durchschneiden, mit der Creme füllen und zusammensetzen. Marmelade erhitzen und Torte rundum mit der heissen Marmelade bestreichen. Den Tortenrand mit gehackten Walnüssen bestreuen, dann den erwärmten Tortenguss auf die Oberseite streichen und die Torte zuletzt mit den Walnusshäften und den verbleibenden gehackten Walnüssen dekorieren. Torte bis zum Servieren kalt stellen.
Notizen
Wenn man jetzt im Herbst das Glück hat, Nüsse vom eigenen Baum ernten zu können (oder so wie ich in der Gunst eines Mäzens steht, der einen mit Nüssen überhäuft), dann sollten diese Schätze auch einem würdigen Rezept zugeführt werden. Auf diesem Weg ein Danke in die Heldenvilla zum besten Stephan von allen, für das feine Nusstortenrezept seiner Schwester – ich habs wie immer nicht lassen können und das Rezept gleich frei nach Heldenmama umgeschrieben, und hoffe dass ich mit Rumbröseln (und nicht Rumrosinen) richtig liege. Im Original wird die Torte ohne Rumbröseln gebacken, statt mit Nusscreme mit Marillenmarmelade gefüllt und statt dem Schokoguss mit geschlagenem Obers bestrichen.
Beim Nussknacken habe ich mir jetzt dank amateurhafter Technik (vielleicht sind Nüsse aus der Heldenvilla aber auch wehrhafter als die Durchschnittsnuß) tatsächlich eine Blase geholt, denn man muss schon eine Weile sitzen und Körpereinsatz zeigen, um die benötigte Menge Nüsse für eine Torte zusammen zu haben. Die Mühe zahlt sich aber wirklich aus – abgepackte Nusskerne aus dem Supermarkt haben aromatisch nicht mehr viel mit frischen Kernen zu tun und schmecken oft ranzig und scharf.
*Für eine glutenfreie Version entweder die Rumbrösel weglassen oder glutenfreie Semmelbrösel verwenden.
Fisch aus dem Schmortopf mit Tomaten und Petersilie

Fisch aus dem Schmortopf
600 g festes weißes Fischfilet (oder 400 g Fischfilet und 200 g TK Garnelen), 400 g Tomaten aus der Dose, 2-4 gehackte Kapern (falls vorrätig), 1/8 l Weißwein, 3 EL gehackte Petersilie, 4 große Knoblauchzehen, Saft einer Zitrone, 2 Stangen Staudensellerie (kleingewürfelt), 1 Prise Zucker, 1/4 Würfel klare Gemüsebrühe, 1 TL Salz, 1 Prise Zucker, 3 EL Olivenöl
Zubereitung
Selleriestangen kleinwürfelig schneiden. Den Fisch in etwa 6 cm große Stücke teilen und zusammen mit den Dosentomaten, Petersilie, gepresstem Knoblauch, Selleriewürfeln, Zitronensaft, Weisswein, Kapern und dem Olivenöl in einen Topf füllen. Mit Salz, Zucker und Brühwürfel würzen und bei mittlerer Hitze ohne Deckel 40-50 min. schmoren lassen, bis die Flüssigkeit eingedickt ist. Nochmal mit Salz abschmecken und mit Petersilkartoffeln und Toskanabrot servieren.
Notizen
Dieses Gericht ist mit wenigen Handgriffen auf dem Herd und dann ein Selbstläufer. Noch einfacher wird es, wenn statt Petersilkartoffeln in den letzten 20 Minuten der Garzeit geschälte halbierte Erdäpfel direkt in der Sauce mitgekocht werden.
Glutenfreie Zwetschkentorte

Glutenfreie Zwetschkentorte
Mürbteig: 125 g glutenfreies Mehl (z.B. von Mantler-Mühle), 1 TL glutenfreies Backpulver (z.B. „Free from“ Weinsteinbackpulver von Spar, Dr. Oetker Backpulver ist laut Herstellerwebsite auch glutenfrei), 40 g Kristallzucker, 60 g Butter, 1 Dotter, 3 EL Obers, 1 TL Maisstärke, 3 EL Powidlmarmelade, 1 EL Rum, 1/2 TL Zimt
Rührteig: 125 g Butter, 100 g Kristallzucker, 1 Ei, 1 Dotter, Schale 1/2 Zitrone, 65 g glutenfreies Mehl, 65 g Maisstärke, 1 TL glutenfreies Backpulver, 80 ml Milch, 500 g Zwetschken, 3 EL Kristallzucker, 1/2 TL Zimt, Glutenfreie Semmelbröseln (z.B. „Free from“ Semmelbrösel von Spar) oder geriebene Mandeln zum ausstreuen der Backform
Schneehaube: 2 Eiweiss, 50 g Kristallzucker, 50 g Staubzucker, 3 EL geriebene Mandeln
Zubereitung
Aus Butter, Zucker, Dotter, Mehl, Backpulver und Obers einen Mürbteig kneten. Beim Obers nach Gefühl vorgehen, möglicherweise braucht man etwas mehr davon, der Teig ist durch das fehlende Gluten zu Beginn sehr bröselig. Gegen Ende des Knetvorgangs soll eine geschmeidige Teigkugel entstanden sein. Die Teigkugel mit der Maisstärke stauben und noch ein letztes Mal kneten, damit der Teig nicht zu sehr klebt. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen, den Mürbteig darauf gleichmäßig verteilen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Die Springform 10 Minuten im Tiefkühlfach rasten lassen, dann den Mürbteigboden bei 200 Grad 10 Minuten backen. Den Tortenboden aus dem Ofen nehmen und die Springform abkühlen lassen. Powidlmarmelade mit Rum und Zimt mischen und damit den Mürbteigboden ausstreichen. Der Mürbteigboden ist sehr bröselig und wird eventuell beim Verstreichen der Marmelade stellenweise abbröseln, was aber nicht weiter schlimm ist, denn die Rührteigschicht wird diese Stellen verdecken.
Während der Mürbteigboden etwas abkühlt, den Rührteig herstellen. Hierfür Mehl mit Stärke und Backpulver mischen. Butter mit Zucker und Zitronenschale schaumig rühren, dann Ei und Dotter beigeben, zuletzt die Mehlmischung und Milch beifügen. Den Ring der Springform abnehmen, säubern, mit Butter ausstreichen und mit glutenfreien Semmelbröseln oder geriebenen Mandeln stäuben (so kann der Rührteig später nicht ankleben), dann den Ring wieder anlegen. Zwetschken waschen, halbieren, entkernen und vierteln. Nun den Rührteig auf dem Mürbteigboden verteilen und die Zwetschkenviertel mit der Schnittfläche nach oben kreisförmig darauf auslegen. Zucker mit Zimt mischen und über die Zwetschken streuen. Torte bei 175 Grad 40 Minuten backen.
15 Minuten vor Ende der Backzeit den Eischnee für die Schneehaube herstellen. Dafür das Eiweiss kurz aufschlagen, dann den Kristallzucker beigeben und 10 Minuten steif schlagen. Nun den Staubzucker über die Masse sieben und alles nochmals 5 Minuten schlagen. Zuletzt einen Esslöffel geriebene Mandeln unterheben. Baisermasse in ein Gefriersacker füllen und eine Ecke abschneiden. Die Torte aus dem Ofen nehmen und den Ring entfernen (dafür vorsichtig mit einem Messer am Rand entlangschneiden). Nun mit dem improvisierten Dressiersack kleine Tupfer Eischneemasse dicht nebeneinander auf der Torte verteilen und diese mit den verbleibenden 2 EL geriebene Mandeln bestreuen. Den Ofen auf 200 Grad hochschalten und die Zwetschkentorte weitere 10 Minuten fertigbacken, bis die Schneehaube an den Spitzen goldgelb ist.
Zubereitung
Nach einigen eher mageren Ergebnissen beim Versuch glutenfrei zu backen, ist das nun die erste wirklich überzeugende Übertragung eines bewährten Rezepts in eine glutenfreie Form. Die Eigenheit von glutenfreiem Gebäck sehr trocken und bröselig zu werden wird hier von den Zwetschken aufgewogen. Der Mürbteigboden ist aber trotzdem sehr krümelig, daher vorsichtig vorgehen, wenn die Torte von der Backform auf die Tortenplatte verschoben wird und auch unbedingt einen Tortenheber verwenden, wenn die Stücke auf den Teller verfrachtet werden.

