Kartoffelgerichte
Kartoffelgulasch mit Ansatz

Kartoffelgulasch
800 g Kartoffeln, 3 EL Butter, 3 mittelgroße Zwiebeln (ca. 200 g), 1 TL Majoran, 1 TL Kümmel (ganz), 1 TL Tomatenmark, 2 EL Paprikapulver, 750 ml Wasser, 1/2 Brühwürfel, 1 Spritzer Essig (ca. 1 TL), 2 Lorbeerblätter, 3 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer, 100 g Speck (im Ganzen mit Schwarte), 250 g Frankfurter oder Knacker, 2 Essiggurken, 2 Eier, 6 EL Mehl, 1/2 TL Salz
Zubereitung
Zwiebel in Würfel schneiden. Butter in einem großen Topf zerlassen und die Zwiebelwürfeln darin glasig anbraten. Tomatenmark und Paprikapulver beigeben und kurz durchrühren. Mit Essig ablöschen und mit Wasser aufgießen. Den Knoblauch fein würfeln und mit Brühwürfel, Majoran, Kümmel, Lorbeerblätter und Speck beigeben. Diesen Ansatz zugedeckt für 1/2 Stunde köcheln lassen.
Inzwischen die Kartoffeln schälen, und je nach Größe halbieren oder vierteln. Bis zur Verwendung in einer Schüssel mit Wasser lagern.
Lorbeerblätter und Speck aus dem Gulaschansatz entfernen und die Flüssigkeit mit dem Stabmixer pürieren. Nun die Kartoffeln einlegen und mit aufgelegtem Deckel 25 Minuten kochen lassen.
Inzwischen aus 2 Eiern, 6 EL Mehl und 1/2 TL Salz in einer Schüssel einen Nockerlteig rühren. In den letzten 10 Kochminuten von diesem Teig teelöffelweise kleine Nockerln abstechen und nebeneinander ins köchelnde Gulasch setzen. Den Deckel wieder auflegen die Nockerln bei niedriger Hitze im Gulasch mitgaren.
Die Würstel in grobe und die Gurkerln in kleine Würfel schneiden. Am Ende der Kochzeit den Herd abdrehen, Würsterl und Gurken unter das Gulasch rühren und alles mit aufgelegtem Deckel nochmal 10 Minuten durchziehen lassen.
Zuletzt das Gulasch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Um eine sämige Bindung zu erhalten eventuell noch ein paar der Kartoffelstücke mit einer Gabel am Topfrand zerdrücken und unter das Gulasch rühren.
Notizen:
Meine Kochbuchsammlung ist inzwischen viel zu groß. All die enthaltenen Rezepte kann man in einem Leben garnicht nachkochen. Muss man aber auch nicht. Mein Dad meinte mal, wenn ein Kochbuch nur ein einziges gutes Rezept enthält, hat sich die Anschaffung schon ausgezahlt. So halte ich es inzwischen auch. Aber ich halte mich inzwischen bei der Anschaffung neuer Bücher etwas zurück, weil mir langsam daheim der Raum für neue Bücherregale ausgeht. Trotzdem gibt es auch Bücher, nach denen ich auch zukünftig gezielt meine Augen offen halten werde. Die Rezepte von Andrea Karrer etwa – da weiss ich schon vor dem Kochen, dass mir das Ergebnis schmecken wird.
Das vorliegende Kartoffelgulaschrezept hat sich über die Zeit aus einem Karrer Rezept und meiner Liebe zu Nockerln im Gulasch entwickelt. Eines meiner Lieblingsrezepte.
Kartoffelsalat mit Gurke

Kartoffelsalat mit Gurke
600 g festkochende Kartoffeln, 1 Salatgurke, 1 EL Butter, 1 kleine Zwiebel (feingewürfelt), 7 EL weißer Balsamico, 200 ml Gemüsebrühe, 1 EL Estragon Senf, Salz, weißer Pfeffer, 6 EL neutrales Öl, 4 EL Kürbiskernöl
Zubereitung
Kartoffeln 25 Minuten in Salzwasser kochen, dann abgießen und 10 Minuten abdampfen lassen. Heisse Kartoffel mit einem Gemüsemesser schälen, noch warm blättrig schneiden und in eine Schüssel geben. Gurke schälen, längs halbieren, mit einem Löffel entkernen, in dünne Scheiben schneiden und zu den Kartoffeln geben.
Für das Dressing Butter in einem kleinen Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin andünsten. Mit Essig ablöschen, Brühe dazugießen und etwas einkochen. Senf und neutrales Öl einrühren und kräftig salzen und pfeffern. Kartoffeln und Gurken mit dem Dressing mischen und 1 1/2 Stunden bei Zimmertemperatur durchziehen lassen. Den fertigen Salat mit etwas Kürbiskernöl verfeiner.
Notizen
Der Salat passt wunderbar zu Backhenderl. Meines mache ich wie meine Mutter: Hühnerfleisch salzen und pfeffern, dann in Mehl, gesalzenem verschlagenen Ei und zuletzt in Semmelbröseln wenden. Die panierten Backhenderlstücke erst in etwas Öl und Butter ausbacken, und dann bei 180 Grad etwa 30 Minuten im Backofen fertig garen.
Béchamelkartoffeln mit Bärlauch

Béchamelkartoffeln mit Bärlauch
2 EL Butter, 1 Bund Frühlingszwiebeln (alternativ 2 mittelgroße Zwiebeln in Würfel geschnitten), 2 Knoblauchzehen, 1 EL Mehl, 450 ml Milch, 1/2 TL Salz, etwas Muskat, 500 g festkochende Kartoffeln, 100 g frischer Bärlauch, 4cl Noilly Prat (Wermut, alternativ Weisswein), 1/4 Brühwürfel, nach Bedarf Leberkässcheiben und frische Eier
Zubereitung
Kartoffeln schälen, je nach Größe vierteln oder achteln und in kochendem Salzwasser 15 Minuten garen. Inzwischen Frühlingszwiebeln putzen, halbieren und in Ringe schneiden. Butter in einem Topf zerlassen und die Zwiebeln darin glasig anbraten. Knoblauchzehen zerdrückt hinzugeben und kurz mitbraten, bis sie angenehm duften. Nun einen gehäuften EL Mehl darüber stäuben und etwa 2 Minuten unter Rühren anschwitzen. Nun den Topf vom Herd nehmen und zuerst einen Schuss Noilly Prat hinzufügen, dann unter Rühren die Milch zugeben. Den Topf wieder auf den Herd stellen, Salz, Brühwürfel und Muskat hinzufügen und die Béchamel unter gelegentlichem Rühren aufkochen, bis sie etwas eindickt. Den Bärlauch waschen, die dicken Enden entfernen und die Blätter feinnudelig schneiden. Bärlauch in die Sauce rühren und einige Minuten köcheln lassen. Nun sollten die Kartoffeln fertig sein und können unter die Béchamel gemengt werden. Fertige Béchamelkartoffeln nach belieben mit angebratenem Leberkäs und Spiegelei servieren.
Notizen
Aus Anlass einer riesigen Bärlauchlieferung frisch aus dem Wald und extra für Karin, die um mehr Bärlauch Rezepte im Blog gebeten hat, hier ein Lieblingsrezept als Bärlauchvariante.
Wedges

Wedges
1 kg festkochende Kartoffeln, 3 TL Öl, 1 TL Paprikapulver, 1 Msp Chili oder Cayennepfeffer, 1 1/2 TL Salz, 1/4 TL Knoblauchgranulat, 1/2 TL Zwiebelgranulat, 1/2 TL Rosmarin, 1/2 TL Pfeffer
Zubereitung
Backofen auf 200 Grad vorheizen. Kartoffeln schälen, vierteln und mit den übrigen Zutaten in einen 3 l Gefrierbeutel geben. Beutel schließen und alles gut durchschütteln. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Kartoffelspalten darauf verteilen. Die Wedges rund 50 Minuten backen.
Notizen
Wirklich keine Hexerei. Mit Dip-Saucen prima als Snack für einen faulen Fernsehabend. Auch fein als einfache Beilage zu Steak oder Gegrilltem.
Kartoffelpüree mit Salbei und Rosmarin

Kartoffelpüree mit Salbei und Rosmarin
500 g Kartoffeln, 2 EL Butter, 125 ml Milch, 1 Knoblauchzehe, 5 frische Salbeiblätter, 1 kleiner Zweig Rosmarin, Salz
Zubereitung
Kartoffeln schälen, größere Exemplare halbieren, in einem Topf mit Salzwasser zustellen und 20 Minuten kochen, dann abgießen und beiseite stellen. Den Topf zurück auf den Herd stellen und 2 EL Butter darin zergehen lassen. Nun den Knoblauch schälen, leicht mit der flachen Seite eines Messers andrücken und mit Salbei und Rosmarin für eine Minute in der schäumenden Butter mitbraten, damit diese das Aroma aufnimmt. Kräuter und Knoblauch entfernen, die gekochten Kartoffeln zurück in den Topf geben und kräftig rühren, bis die Kartoffeln die Butter aufgenommen haben. Zuletzt die erwärmte Milch und eine Prise Salz beigeben und mit dem Kartoffelstampfers zu Püree stampfen.
Notizen
Die Idee, Kartoffelpüree mit Kräutern zu aromatisieren, habe ich bei Tessa Kiros gefunden, deren Kochbücher ich genau wegen dieser kleinen Details liebe. Siehe da, Salbei und Kartoffeln harmonieren perfekt und das Püree passt ausgezeichnet zu geschmortem Rindfleisch.
Natürlich geht aber auch nichts über ein ungekünsteltes pures Kartoffelpüree. Inzwischen glaube ich ja sogar, die ultimative Kartoffelpüree-Formel gefunden zu haben, die ich hiermit auch offiziel notiere: 500 g gekochte mehlige Kartoffeln, 75 g Butter, 75 ml Milch, 1 Prise Salz

