Rezeptkategorie: Rezepte mit Fleisch
Huhn vom Blech mit Zwiebeln, Erdäpfeln & Süßkartoffeln

Huhn vom Blech
500 g Süßkartoffeln, 500 g festkochende Erdäpfel, 2 große Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, Öl, Salz, Pfeffer, Majoran, Chiliflocken (optional), geriebene Schale von 1 Bio Zitrone, Hühnerfond oder Wasser (ca. 500 ml), 1,2 kg Hühnerteile mit Knochen & Haut (Ober- und Unterkeulen oder eine Packung Hühnerteile für Backhendl)
Zubereitung
Den Ofen auf 220 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Ein tiefes Backblech mit etwas Öl bestreichen oder mit Butter ausreiben.
Süßkartoffeln und Erdäpfel schälen und in größere Würfel schneiden. In einem großen Gefriersackerl die Gemüsewürfel mit 2 EL Öl, 1 TL Salz, einer guten Prise Pfeffer, 1 TL Majoran und einer Prise Chiliflocken würzen und gut durchschütteln, sodass sich die Gewürze gleichmäßig auf den Würfeln verteilen. Das Gemüse auf einer Hälfte des Backblechs verteilen.
Nun die Zwiebeln schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Auch die Zwiebeln in das Gefriersackerl füllen, mit 1 EL Öl, 1/2 TL Salz und etwas Pfeffer würzen und gut durchschütteln. Die Zwiebeln auf der anderen Hälfte des Blechs verteilen.
Das Gemüse nochmal etwas salzen und pfeffern und dann für 15 Minuten in den Ofen schieben.
Inzwischen die Hühnerteilchen in das Gefriersackerl füllen, mit 2 EL Öl, 1 TL Salz, den gepressten Knoblauchzehen und der abgeriebenen Zitronenschale würzen und das Gefriersackerl gut mit den Händen kneten, um die Gewürze möglichst gleichmäßig auf den Hühnerteilen zu verteilen.
Das vorgegarte Gemüse aus dem Ofen holen, Zwiebeln und Gemüsewürfel nun gut vermischen und alles mit etwas Hühnerfond oder Wasser angießen (der Boden des Blechs sollte in Folge immer mit etwas Fond bedeckt sein, damit das Gemüse nicht anbäckt und verbrennt). Nun die Hühnerstücke zwischen dem Gemüse am Blech verteilen, das Fleisch nochmals etwas salzen und das Blech weitere 45 Minuten in den Ofen schieben, bis das Fleisch gar ist und gemeinsam mit dem Gemüse eine goldbraune Farbe angenommen hat. Schmeckt für sich alleine oder bei mehr Appetit gemeinsam mit einem einfachen Blattsalat und etwas Weissbrot zum Auftunken der verbleibenden Zwiebelsauce.
Notizen
Eine total unkomplizierte Art, in kurzer Zeit ein herzhaftes Brathähnchengericht samt Beilage auf den Tisch zu bringen. Ist das Blech erst mal im Ofen, ist nicht mehr viel zu tun, ausser ab und zu zu schauen, ob etwas Fond angegossen werden sollte. Der eigentliche Star auf dem Teller ist am Ende nicht das Fleisch, sondern das herrlich würzige Gemüse, das sich mit der Bratensauce vollgesogen hat.
Bärlauchcremesuppe

Bärlauchcremesuppe
1 mittelgroße Zwiebel, 2 EL Butter, 2 EL Mehl, 1 l Hühner- oder Gemüsefond (Würfelsuppe ist ein guter Ersatz, falls es keinen frischen Fond gibt), 2 Knoblauchzehen, 150 g Bärlauch, 1/8 l Obers, Salz, Pfeffer
Zubereitung
Damit der Bärlauch seine grüne Farbe behält, die Bärlauchblätter waschen, kurz in kochendem Wasser blanchieren, danach kalt abschrecken und erst zuletzt grob hacken. Bis zur Verwendung beiseite stellen.
Zwiebel in feine Würfel schneiden und in einem Topf mit der Butter glasig anbraten. Das Mehl beigeben und unter Rühren mit dem Schneebesen etwas Farbe annehmen lassen, dann unter Rühren mit dem kalten Fond aufgießen. 15 Minuten köcheln lassen, damit der Mehlgeschmack sich auskocht.
Nun den Knoblauch fein hacken und gemeinsam mit dem gehackten Bärlauch zur Suppe geben und alle ein paar Minuten köcheln lassen. Inzwischen das Obers aufschlagen und beiseite stellen. Nun die Suppe mit dem Pürierstab in kurzen Impulsen pürieren und zuletzt mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Suppe in Teller füllen und vor dem Servieren mit 1-2 EL geschlagenem Obers toppen.
Notizen
Eine einfache aber schmackhafte Suppe, wenn im Frühling die Wälder vom frischen Knoblauchgeruch des Bärlauch durchzogen werden und man beim Spazieren ganz einfach ein paar Hand voll aromatischer Blätter sammeln kann.
Butter Chicken

Butter Chicken
Anmerkung: Das Hühnchen sollte mindestens 6h, besser noch 24h in der Marinade ziehen, daher am Besten am Vortag beginnen.
Mariniertes Hühnchen: 10 g frischer Ingwer (gerieben), 20 g Knoblauch (gepresst), 1/2 TL Salz, 1 TL Chilipulver (mildes, vorzugsweise Kaschmir Chili), 1 1/2 TL Kreuzkümmel (gemahlen), 1/2 TL Garam Masala, 1 EL Limettensaft, 1 EL Öl, 75 g griechisches Joghurt, 800 g Hühneroberkeulen ausgelöst ohne Haut, 3 EL zerlassene Butter zum Bestreichen beim Grillen
Sauce: 8 Knoblauchzehen, 175 ml Öl, 20 g frischer Ingwer, 800 g Tomaten, 2 Lorbeerblätter, 6 grüne Kardamomkapseln, 2 schwarze Kardamomkapseln, 2 Zimtstangen, 2 TL Salz, 1 1/2 TL Chilipulver (mildes, vorzugsweise Kaschmir Chili), 2 EL Butter, 1 TL Garam Masala, 1 EL Zucker, 1 EL Honig, 1 TL Kreuzkümmel (gemahlen), 1 TL getrocknete Bockshornkleeblätter, 125 g Creme Fraîche
Zubereitung
Am Vortag das Hühnerfleisch marinieren. Dafür das Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Die Zutaten für die Marinade verrühren. Das Hühnerfleisch mit der Marinade mischen, sodass die Stücke von allen Seiten gut bedeckt sind. Schüssel zudecken und das Fleisch im Kühlschrank bis zur Verwendung mind. 6 Stunden durchziehen lassen.
Am nächsten Tag die Sauce bereiten. Dafür 15 g vom Knoblauch in feine Würfel schneiden und in einem Topf oder einer unbeschichteten Pfanne im Öl bei mittlerer Hitze 8-10 Minuten goldbraun braten. Den frittierten Knoblauch mit der Schaumkelle abschöpfen und bis zur Verwendung in einer Schüssel beiseite stellen. Den restlichen Knoblauch und den geschälten Ingwer fein reiben. Tomaten würfeln und in der Küchenmaschine pürieren.
Nun den Topf mit dem verbliebenen Öl wieder auf mittlerer Stufe erhitzen und Lorbeerblätter, Kardamomkapseln und die Zimtstangen kurz anrösten, bis es gut duftet. Hitze etwas reduzieren und geriebenen Knoblauch und Ingwer beifügen. Für einige Minuten unter Rühren anbraten, bis die Paste etwas anbräunt. Nun pürierte Tomaten, Salz und Chilipulver beifügen und alles 1/2 h köcheln lassen. Die Flüssigkeit sollte dabei um ca. die Hälfte einreduzieren.
Während die Sauce köchelt, das marinierte Hühnerfleisch grillen. Dafür einen Bräter mit Rost verwenden. Das Hühnerfleisch auf dem Rost verteilen und mit der zerlassenen Butter bestreichen. Auf oberster Schiene bei 180 Grad ca. 10 Minuten grillen, bis das Fleisch gar ist und Farbe angenommen hat. Bis zur weiteren Verwendung beiseite stellen.
Der einreduzierten Sauce 2 EL Butter beifügen und weitere 5 Minuten köcheln. Dann Garam Masala, Zucker, Honig, Kreuzkümmel, frittierten Knoblauch und Bockshornkleeblätter beifügen und alles weitere 15 Minuten köcheln lassen. Lorbeerblätter und Zimtstangen entfernen. Nun das gegrillte Fleisch einlegen und gemeinsam mit dem Creme Fraîche 10 Minuten fertig köcheln.
Etwaiges abgesetztes Fett vor dem Servieren von der Sauce abschöpfen. Das fertige Butter Chicken mit Reis und frischem Koriander servieren.
Notizen
Dieses Rezept schlägt sogar das Butter Chicken von unserem Lieblings-Inder. Dafür steht man auch lange am Herd. Das Ergebnis ist die Zeit aber auch wert.
Ausgefallenere Gewürze wie schwarzer Kardamom oder Bockshornkleeblätter bekommt man Online, beide können aber auch weggelassen werden, ohne dass das Gericht maßgeblich an Geschmack verliert.
Rindsrouladen

Rindsrouladen
5 Rindsschnitzel, 3 Essiggurkerl, 3 Karotten, 2 Scheiben Sellerie, 3 Zwiebeln, 1/2 Stange Lauch, 1/2 Flasche Rotwein, 1/2 l Wasser, 1/2 Brühwürfel, 1 TL Tomatenmark, 1 EL Mehl, 1/2 Becher Creme Frâiche, 150 g Bauchspeck in Scheiben, Dijon Senf, Salz, Pfeffer, Öl, Mehl, Zahnstocher
Zubereitung
Die Rindsschnitzel zwischen 2 Lagen Frischhaltefolie flach klopfen. Fleisch von beiden Seiten salzen und pfeffern. Nun eine Seite mit je 1 TL Dijon Senf bestreichen. Die Schnitzel auf der Senfseite mit Bauchspeck belegen. Eine Zwiebel schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Eine Karotte schälen und in 5 cm lange Stifte scheiden. Essiggurkerl in Stifte schneiden. Die Schnitzelscheiben mit Zwiebelringen, Karottenstiften und Gurkerl belegen, dabei ca. 1/3 der Fläche frei lassen. Nun die Schnitzel aufrollen und mit 3 Zahnstochern fixieren. Rouladen mit etwas Mehl stauben. In einer weiten Pfanne Öl erhitzen und die Rouladen von allen Seiten scharf anbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
Die restlichen Zwiebeln, Karotten, Sellerie und den Lauch kleinschneiden und in die Pfanne geben. Scharf anbraten, etwas salzen, das Tomatenmark beigeben und dann nach und nach den Wein angießen und reduzieren lassen. Dabei wird das Gemüse schön dunkel und setzt sich am Pfannenboden an. Zuletzt einen Schluck Essiggurkenwasser beifügen. Nun das Gemüse mit Wasser aufgießen und den Brühwürfel hinzufügen.
Rouladen in einen Topf schlichten und die Gemüsesauce darübergießen. Die Rouladen sollten vollständig bedeckt sein, damit sie beim Kochen nicht austrocknen. Nun mit aufgelegtem Deckel 90 Minuten köcheln lassen.
Am Ende der Garzeit die Rouladen aus der Sauce heben und beiseite stellen. Ggf. nun bereits die Zahnstocher entfernen. Sauce durch ein Sieb passieren und das Gemüse entfernen. Die Sauce zurück auf den Herd stellen, nochmals aufkochen lassen und mit einer Mischung aus 1 EL Mehl und 1/2 Becher Creme Frâiche binden. Die Rouladen zurück in die Sauce geben und 10 Minuten sanft köcheln lassen.
Fertige Rouladen mit Spätzle oder Erdäpfelknödeln und Rotkraut servieren.
Notizen
Nachdem kürzlich ein Arbeitskollege das köstliche Lieblingsrouladenrezept seiner Familie geteilt hat, ist mir aufgefallen, dass mein Rouladenrezept bislang noch nicht niedergeschrieben war. Besonders im Herbst und Winter, wo man deftige Küche nötig hat, ist dies ein wunderbares Wohlfühlessen.
Rotes Thai Curry (Basisrezept)

Rotes Thai Curry
2-3 EL Rote Currypaste, 500 ml Kokosmilch, 500 ml Wasser, 3 EL Fischsauce, 2 TL Kokosblütenzucker, 1 TL Tamarindenpaste, 1 EL Limettensaft, optional 7 Kaffirlimettenblätter, 1 TL Garnelenpaste, 1/2 Bund Thai Basilikum, 500 g Rindfleisch, Schweinefleisch oder Tofu (gewürfelt), 1 Schüssel Gemüse nach Wahl (gewürfelt)
Zubereitung
Bei Currys mit Fleisch diese zuerst in etwas Öl rundum anbraten und dann in einer Schüssel beiseite stellen. Bei Gemüsecurrys gleich beim nächsten Schritt beginnen.
Den Topfboden mit etwas Öl bedecken und darin 500 ml Kokosmilch und 3 EL Currypaste aufkochen. Diese Mischung unter Rühren ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis sich das Öl der Kokosmilch absetzt. Das Öl abschöpfen und alles mit gut 1/2 l Wasser aufgießen.
Curry nun mit 3 EL Fischsauce, 1 TL mit Wasser verrührter Garnelenpaste, 2 TL Palmzucker oder Kokosblütenzucker und 1 TL Tamarindenpaste abschmecken.
Bei Fleischcurry nun das Fleisch hinzugeben und ca. 2 h schmoren lassen. Bei Gemüsecurry gleich beim nächsten Schritt weitermachen. Das gewürfelte Gemüse zum Curry geben, optional die entgrateten Kaffirlimettenblätter beifügen und alles einmal aufkochen lassen, ev. noch etwas Kokosmilch hinzugeben, dann ca. 10 Minuten auf kleiner Flamme fertiggaren lassen (Gemüse in der Resthitze ziehen lassen, so bleibt es knackig).
Zuletzt mit 1 EL Limettensaft und 1 halben Bund Thai Basilikum und optional etwas Koriandergrün abschmecken.
Notizen
Ergibt in jeder Variation ein köstliches Curry. Mit Jasminreis servieren. Dafür 300 g Jasminreis mit 600 ml Wasser und 1 Prise Salz kochen.
Ein paar bewährte Zutaten-Kombinationen:
- – 400 g gewürfeltes Rindfleisch, 1 Tasse Kräuter-Seitlinge, 1 mittelgroße Zucchini, 1 Tasse Okra
- – 500 g gewürfeltes Schweinefleisch, 1 Tasse Zuckerschoten, 3 gestiftelte Karotten
- – 400 g Tofu Natur, 1 Tasse Kräuter-Seitlinge, 1 Melanzani, 1 Tasse Zuckerschoten, 3 gestiftelte Karotten

