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Weltbester Schweinebraten

Schweinebraten mit Erdäpfelknödeln
Braten: 1,5 kg Schweinebraten mit Schwarte, 1/2 TL Salz, 1 TL Kümmel (ganz), 1 Prise Pfeffer, 4 Knoblauchzehen, 1 EL Öl, 1 Zwiebel, 1/4 l Wasser, 1 TL Mehl
Erdäpfelknödel: 800 g Beilagenerdäpfel, 170 g Mehl, 30 g extrafeiner Griess, 1 Ei, 1 TL Salz
Zubereitung
Für den Braten die Schwarte rautenförmig einschneiden. Den Knoblauch in eine kleine Schüssel pressen und mit Salz, Kümmel, Pfeffer und Öl zu einer Marinade mischen. Das Fleisch rundum feste mit dieser Mischung einreiben. Zwiebel halbieren und in Ringe schneiden. Fleisch mit den Zwiebelringen in einen Bräter setzen und bei 200 Grad im Ofen 30 Minuten braten, sodass die Zwiebelringe leicht gebräunt werden. Nun die Temperatur auf 180 Grad zurückdrehen und alles mit 1/4 l Wasser aufgießen. Unter regelmäßigem Begießen mit Eigensaft rund 2 Stunden braten lassen.
Für die Knödel die Erdäpfel 40 Minuten in Salzwasser kochen und noch heiß durch die Erdäpfelpresse drücken. Mit Mehl, Griess, Salz und Ei zu einem kompakten Teig kneten. Mit befeuchteten Händen Knödel drehen und in kochendes Salzwasser einlegen. 15 Minuten ziehen lassen, bis die fertigen Knödel nach oben steigen.
Das fertige Fleisch aus dem Bräter nehmen und ein paar Minuten rasten lassen, damit sich der Saft wieder gleichmäßig im Fleisch verteilt. Inzwischen den Bratensaft auf dem Herd zum Kochen bringen, 1 TL Mehl mit etwas Wasser vermischen und den Saft damit andicken. Fleisch in Scheiben schneiden und im Bräter gemeinsam mit den Knödeln servieren.
Notizen
Schmeckt wie von meiner Mom und hat eine Kruste wie sie sich mein Dad immer gewünscht hat. Meine Mom hat ab und zu auch statt Knödeln in der letzten Stunde einfach 1/2 kg geschälte halbierte speckige Erdäpfel im Bräter mitgegart, die sich dann auf der Unterseite mit dem guten Bratensaft vollsaugen und ganz wunderbar schmecken.
So ähnlich war das Rezept ja bereits im Blog, aber nachdem ich gehört habe, dass genauere Angaben zum Würzen gewünscht sind, hab ich nochmal darübergearbeitet.
Indische Currytafel mit gelbem Basmati Reis und Korianderjoghurt

Indische Currytafel

Gelber Reis
Gewürzmischung: 1 TL Kreuzkümmel, 1 TL Koriandersamen, 1 TL Fenchelsamen, 1 TL Paprikapulver, 1/2 TL Zimt, 1/2 TL Ingwerpulver, 1/2 TL Zwiebelgranulat, 1/4 TL Kardamompulver, 1/4 TL Chilipulver
Currybasis: 500 g Rindfleisch (gewürfelt), 5 Knoblauchzehen, 2 grosse + 1 kleine Zwiebel, 2 EL Tomatenmark, 1 Dose geschälte Tomaten, 350 ml Wasser, 1 1/2 TL Salz, 3 EL Öl oder Butterschmalz
Curryvariationen: 4 große Kartoffeln, 4 handvoll TK Fisolen, Ingwerpulver, Kreuzkümmel, Schwarzkümmel, Salz, Zwiebelgranulat, Knoblauchgranulat, Chilipulver
Joghurt mit Koriander: 250 g Joghurt, 2 EL gehacktes Koriandergrün, Saft 1/2 Limette, Salz
Gelber Basmati Reis mit Sesam: 250 ml Basmatireis, 2 TL Butterschmalz, 3 TL Sesam, 2 TL gelbe Linsen, 1 TL braune Senfkörner, 300 ml Wasser, 1/2 TL Salz, 1/4 TL Kurkuma
Zubereitung
Für die Gewürzmischung Kreuzkümmel, Koriander und Fenchel im Mörser mahlen, dann mit Zimt, Kardamom, Zwiebelgranulat, Paprikapulver, Chilipulver und Ingwer mischen und bis zur Verwendung beiseite stellen.
Die Currybasis bildet ein mildes Rindercurry. Hierfür Knoblauch und Zwiebeln in der Küchenmaschine zu einer Paste mixen. Diese Paste in einem weiten Topf in heissem Fett unter Rühren einige Minuten anbraten, bis sich die Paste am Boden ansetzt. Nun die Gewürzmischung und das Tomatenmark beigeben und nochmals wenige Minuten unter Rühren mitrösten, bis die Gewürze angenehm duften. Das gewürfelte Fleisch hinzufügen, mehrmals umrühren und alles mit Wasser und geschälten Tomaten aufgießen, dann das Salz beifügen. Einen Deckel auflegen und das Curry 60 Minuten schmoren lassen. Das fertige Curry mit Salz abschmecken.
Nun werden aus der Currybasis drei weitere Curryvariationen bereitet.
Kartoffelcurry: Für das Kartoffelcurry 3 Schöpfer der Sauce abnehmen und mit 1 Schöpfer Wasser in einen kleinen Extratopf umfüllen. 4 große geschälte und gewürfelte Kartoffeln beigeben. Zudem mit 1/2 TL Ingwerpulver, 1/2 TL Kreuzkümmel und 1/4 TL Salz würzen und das Kartoffelcurry zugedeckt 15 Minuten fertiggaren.
Grüne Bohnen: 1 Schöpfer Sauce abnehmen und mit 1 Schöpfer Wasser in einem kleinen Extratopf mit 4 handvoll TK Fisolen zugedeckt garkochen. Dabei mit 1/2 TL Schwarzkümmel, 1/2 TL Ingwerpulver, 1/4 TL Salz, 1/2 TL Zwiebel- und 1/2 TL Knoblauchgranulat nach Bedarf würzen.
Scharfes Rindercurry: Für das scharfe Rindercurry die hälfte des Rindercurry mit 1/2 TL geriebenem Kreuzkümmel, 1/2 TL Chilipulver und 1 EL gehacktem Koriandergrün vermengen.
Joghurt mit Koriander: Für den Korianderjoghurt 250 g Joghurt mit 2 EL gehacktem Koriandergrün, dem Saft von 1/2 Limette und etwas Salz mischen.
Gelber Basmati Reis mit Sesam: Für den gelben Reis 250 ml Basmatireis in einem Messbecher abmessen. Den Reis gut waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. In einem Topf 2 TL Butterschmalz erhitzen und 2 TL gelbe Linsen, 3 TL Sesam und 1 TL braune Senfkörner darin braten, bis der Senf zu springen anfängt. Den Reis beigeben und so lange rühren, bis das Fett den Reis gut ummantelt hat. Nun mit 300 ml Wasser auffüllen, 1/2 TL Salz und 1/4 TL Kurkuma beigeben, einmal aufkochen lassen und mit geschlossenen Deckel auf kleinster Flamme 35 Minuten fertiggaren.
Zu den fertigen Currys Den restlichen gehackten Koriander dazureichen.
Notizen
Also einfacher kann man ein derart abwechslungsreiches Indisches Gericht gar nicht erstellen. Erinnert mich an Essengehen in der Curryinsel im 8. Bezirk, darum serviere ich die Currys so wie dort üblich auch gerne in kleinen Edelstahlschüsserln (gibts bei Ikea), sodass sich jeder nehmen kann, was und wieviel er mag.
Sachertorte

Sachertorte
Tortenboden: 140 g Butter, 220 g Staubzucker, 1 Vanilleschote, 6 Eier, 130 g Kochschokolade, 140 g Mehl, 1 Prise Salz
Glasur: 400 g Marillenmarmelade mit Rum, 6 Blatt Gelatine (optional, bei gekaufter Marillenmarmelade mit dicker Konsistenz ggf. weglassen), 400 g Zartbitterschokolade (ca. 50% Kakaoanteil, z.B. Ritter Sport Halbbitter), 50 g Palmin (Kokosfett)
Zubereitung
Butter in kleine Stücke schneiden und mit der Hälfte des Zuckers und dem ausgekratzten Vanillemark schaumig schlagen. Eier trennen und die Dotter nach und nach zur Buttermischung geben. Schokolade über Wasserdampf schmelzen und untermischen. Mehl über die Masse sieben und vorsichtig unterrühren. In einer separaten Schüssel Eiweiss mit einer Prise Salz kurz aufschlagen, dann den verbleibenden Staubzucker beifügen und die Masse zu steifem Eischnee schlagen, der zuletzt vorsichtig mit der Teigspachtel unter den Teig gehoben wird.
Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen, die Ränder mit Butter ausstreichen und mit Mehl stauben. Den Teig einfüllen, glattstreichend und im mit 170 Grad vorgeheizten Ofen 1h backen. In den ersten 10 Minuten einen Kochlöffel in die Türe klemmen, dann erst die Türe ganz schließen.
Den fertigen Tortenboden gut auskühlen lassen, dann erst aus der Form nehmen. Auf der Oberseite hat sich beim Backen eine hellere Teigschicht gebildet, die man vor der Weiterverarbeitung vorsichtig mit dem Messer abnehmen sollte. Später wird diese Seite die Unterseite der Torte werden. Nun die Torte einmal in der Mitte auseinanderschneiden.
Die Marillenmarmelade einmal kurz aufkochen lassen. Inzwischen die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen, gut ausdrücken und in der erhitzten Marmelade unter Rühren vollständig auflösen. Die beiden Tortenböden mit jeweils 3 EL Marmelade einstreichen. Die Böden zusammensetzen und die restliche Marmelade rundum auftragen. Die eingestrichene Torte einige Stunden (am besten aber einen ganzen Tag) antrocknen lassen. Nun die Schokolade klein hacken und gemeinsam mit dem Kokosfett über Wasserdampf zu einer Glasur schmelzen. Die Glasur in einem Schwung über die Torte gießen und mit einer Palette rundum glatt streichen. Nochmals einige Stunden rasten lassen, damit die Glasur fest werden kann.
Notizen
Diese Sachertorte ist eigentlich die Spezialität von Markus, der für meinen Geburtstag regelmäßig den Ofen anwirft um sie zu zaubern. Inzwischen back ich sie auch, kenne kein besseres Sachertortenrezept.
Was ich beim Glasieren von Schokotorten sehr hilfreich finde, ist die Verwendung von Karton-Tortenplatten (kann man selber anfertigen oder im Tortenfachgeschäft als Cake Boards kaufen). Die Torte zum Glasieren dann erst mal auf eine Tortenplatte stellt, die den exakten Umfang der Torte hat, diese dann auf einen umgedrehten Topf mit kleinerem Durchmesser stellen. Den Boden der Arbeitsplatte mit Alufolie auslegen. So kann die Schokoladeglasur gut abtropfen und die Reste können am Ende wieder eingesammelt werden.
Mit der verbleibenden Glasur kann man dann noch eine Verzierung anfertigen. Wer freihand nicht so geschickt ist, sollte auf Backpapier einen Kreis ausschneiden, der den exakten Durchmesser der Springform hat. Darauf dann das Muster vorzeichnen. Das Backpapier auf die Torte mit der bereits festen Glasur legen. Mit einem Holzspieß das Muster nachziehen, sodass es sich leicht auf der Schokoglasur abzeichnet. Nun die aufgefangenen Schokoglasur wieder über Wasserdampf erwärmen und in einen Einwegspritzbeutel mit kleiner glatter Spritztülle füllen. Die Schokolade entlang der Vorzeichnung auftragen.
Martins Milchreis

Milchreis
1/2 l Milch, 125 g Rundkornreis, 1 Prise Salz, 2 EL Zucker, 2 EL Butter, optional 1/2 Vanilleschote oder 1/2 Stange Zimt
Zubereitung
Milch mit Vanilleschote oder Zimtstange, Salz, Zucker, Butter und Reis aufkochen. Hitze auf kleinste Stufe zurückdrehen und den Reis so 40 Minuten köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren. Nun den Herd abschalten und den Reis 10 Minuten abkühlen lassen. Vanilleschote oder Zimtstange entfernen und den Milchreis in Dessertschüsseln füllen. Tipp: Mit Ribiselsirup servieren.
Notizen
Bei meinem Lieblings-Seelentröster Milchreis bin ich kürzlich nochmal eines Besseren belehrt worden: „Da fehlt leider was: die Butter! Sorry, bei Milchreis bin ich sehr dogmatisch“. Habs ausprobiert und tatsächlich, Butter im Milchreis macht die genau richtigen Dinge in Sachen Geschmack und Konsistenz. Wird ab jetzt nur noch so gemacht.
Schnelle Pizza für faule Fernsehabende

Schnelle Pizza
Teig: 200 g Mehl, 125 ml lauwarmes Wasser, 1 1/2 TL Trockenhefe, 1 TL Zucker, 1 TL Salz, etwas Maisstärke zum Bestreuen, Olivenöl
Tomatensauce: 100 g passierte Tomaten, 1 Knoblauchzehe, 3 Prisen Salz, 1 Prise Zucker, 1/2 TL Balsamicoessig, 1 Prise Cayennepfeffer
Belag: 1 Pk Mozzarella, weitere Belagszutaten nach Belieben (z.B. Schinken, Mais, Artischocken), 1 Prise Oregano, 1 Prise Salz, 1 handvoll geriebener Parmesan, frisches gehacktes Basilikum
Zubereitung
Ofen bei Ober- und Unterhitze auf die heißeste Stufe einstellen (bei mir sind das 230 Grad) und falls vorhanden einen Pizzastein auf der untersten Schiene in den Backofen schieben.
Während der Ofen aufwärmt, das lauwarme Wasser mit Hefe und Zucker mischen, Mehl und Salz dazugeben und alles von Hand oder mit der Küchenmaschine etwa 5 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Pizzateig in einer mit Olivenöl befetteten Schüssel an einem warmen Ort zugedeckt bis zur Verwendung rasten lassen. Inzwischen die Tomatensauce bereiten. Dafür die passierten Tomaten mit 3 Prisen Salz, 1 Prise Zucker, 1/2 TL Balsamicoessig, einer Prise Cayennepfeffer und einer zerdrückten Knoblauchzehe vermischen.
Den gerasteten Pizzateig kurz durchkneten und auf einem Stück Backpapier zunächst grob rund ausrollen. Nun den Teigfladen umdrehen, die Unterseite mit etwas Maisstärke stauben und diese mit der Handfläche gleichmäßig verteilen. Fladen wieder umdrehen und flach ausrollen, dabei zuletzt mit den Handflächen in eine runde Form ziehen.
Auf dem ausgerollten Pizzateig die Tomatensauce verteilen, dabei rundum einen kleinen Teigrand frei lassen und diesen mit etwas Olivenöl bepinseln. Den Mozzarella in Scheiben schneiden und auf der Tomatensauce verteilen. Pizza mit weiteren Zutaten nach Geschmack belegen, z.B. mit Schinken oder Prosciutto oder Salami, Mais und eingelegten Artischockenherzen. Zuletzt mit einem Hauch Salz und getrocknetem Oregano bestreuen.
Pizza samt Backpapier zuerst auf ein umgedrehtes Backblech befördern und von dort aus samt Backpapier auf den Pizzastein gleiten lassen. (Bei der Variante ohne Pizzastein legt man das Backpapier mit der Pizza gleich auf ein Blech und schiebt dieses auf unterster Schiene in den Ofen).
Die Pizza 11 Minuten backen, bis sie am Rand gebräunt ist und Blasen wirft, dann noch heiß mit gehacktem Basilikum und einer handvoll geriebenem Parmesan bestreuen.
Notizen
Ohne Übertreibung schaffe ich es mit diesem simplen Rezept gemütlich in unter 1 h vom kalten Ofen zur dampfenden Pizza, und dabei schmeckt das Ergebnis ungleich besser als vom Lieferservice. Die Menge ergibt eine große Pizza für eine hungrige Person. Das Rezept kann problemlos auf mehr Esser vervielfacht werden: die Pizzen müssen zwar nacheinander in den Ofen, durch die kurze Backzeit ist das aber ohnedies perfekt, um immer ein Stück heiße dampfende Pizza zu haben, wenn man sich die jeweils fertige Pizza teilt.


