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Ribisel Nektarinen Marmelade

Ribisel Nektarinen Marmelade
Zutaten für 6 Gläser à 200 ml: 1 kg Ribiseln (gerebelt), 1/2 kg Nektarinen (grob gewürfelt), 1/2 kg Gelierzucker (3:1), 1 TL Zitronensäure, 1/2 TL Zimt
Zubereitung
Ribiseln und grob gewürfelte Nektarinen mit Gelierzucker, Zitronensäure und Zimt vermischen und 1h zugedeckt ziehen lassen. Nun die Fruchtmasse langsam aufkochen lassen und unter Rühren 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Zum entkernen die Marmelade mit dem feinsten Aufsatz durch die Flotte Lotte passieren. Passierte Marmelade nochmals aufkochen, noch heiß in vorbereitete sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen.
Notizen
Ribiselmarmelade ist so eine Sache: mit Kernen eher mühsam zu essen, ohne Kerne oftmals eher Gelee und von entsprechend widerspenstiger Konsistenz. Diese Kernlose Version wird mit Nektarinenfruchtfleisch ergänzt und vereint so den tollen Geschmack der Beeren und die perfekte Konsistenz einer Marmelade.
Ribisel Duftrosen Marmelade

Mamas Duftrose
Zutaten für 6 Gläser à 200 ml: 1,5 kg Ribiseln (gerebelt), 1/2 kg Gelierzucker (3:1), 1 TL Zitronensäure, 3 Duftrosen
Zubereitung
Ribiseln mit Gelierzucker und Zitronensäure vermischen und 1h zugedeckt ziehen lassen. Fruchtmasse langsam aufkochen lassen und unter Rühren 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Zum entkernen die Marmelade mit dem feinsten Siebeinsatz durch die Flotte Lotte passieren. Von den Duftrosen die Außenblätter entfernen und die Blütenköpfe etwa 1 cm über dem Grün abschneiden, sodass der weiße Teil der Blütenblätter entfernt wird (dieser Teil der Blüte schmeckt bitter). Rosenblätter für 1/2 h in der Marmelade ziehen lassen, dann alles mit dem Stabmixer pürieren, nochmals aufkochen lassen, in vorbereitete sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen.
Notizen
Die Blüten am liebsten Rosenbusch meiner Mutter sind kleine Duftgranaten. Nachdem ich zuerst mit Rosenblütengelee experimentiert habe, was mir persönlich zu parfümiert schmeckt, ist nun diese Ribiselmarmelade entstanden, die durch das dezente Blütenaroma eine ganz besondere Geschmacksnote erhält. Eine feine Idee, um sich nach dem Sommer über die Zeit hinweg zu trösten, bis die Rosen im Garten wieder blühen.
Ribiselsirup (im Dampfentsafter)

Markus kocht Ribiselsirup
Zutaten für etwa 5 l Sirup: Ca. 5 kg ungerebelte Ribiseln (genug Beeren um den Behälter eines Dampfentsafters zu füllen), ca. 2 kg Kristallzucker, 2 TL Zitronensäure, 1 PK Einsiedehilfe
Zubereitung
Ribiseldolden durch schütteln oder kurzes brausen von verirrten Insekten befreien und in den Siebeinsatz des Dampfentsafters füllen. Den Schlauch zum Ablassen des Safts mit der Klemme abklemmen und an den Topf montieren. Den untersten Topfeinsatz mit Wasser füllen, Safteinsatz und Fruchsieb zusammensetzen und den Dampfentsafter auf dem Herd zum Kochen bringen. Den nun langsam austretenden heißen Saft nach und nach durch lockern der Klemme in einen Messbecher ablassen und in einen großen Topf füllen. Dieser Vorgang dauert etwa 45 Minuten und ist beendet, wenn kein Saft mehr austritt.
Nun den abgelassenen Saft abmessen und im Verhältnis 2:1 mit Zucker mischen (auf 4 l Saft kommen 2 kg Zucker). Den Sirup aufkochen, die Zitronensäure beigeben und alles 5 Minuten kochen lassen, dabei den entstehenden Schaum abschöpfen.
Einen Schöpflöffel Saft abnehmen, etwas abkühlen lassen und mit der Einmachhilfe vermengen. Siruptopf vom Herd nehmen und mit der Einmachhilfe vermengen (diese darf nicht mehr kochen). Noch heiß in sterile Flaschen füllen, diese dabei schief halten, um neue Schaumbildung zu vermeiden.
Notizen
Die Ribiselhecke meiner Oma hält einen im Spätsommer ganz schön auf Trab, denn es ist schier unmöglich alle Beeren zu brocken und zu verarbeiten. Dieses Jahr habe ich zur Bewältigung der Beerenflut den Dampfentsafter meiner Oma wiederentdeckt, ein alter Bekannter aus Kindertagen. Und noch etwas wurde wiederentdeckt: Omas Ribiselsirup über eine Portion Flana Vanillepudding gegossen ist immer noch einfach unschlagbar gut.
Hollerblütenlikör

Hollerblütenlikör
350 g Kristallzucker, 1/4 l Wasser, 2 gehäufte TL Zitronensäure, 1 unbehandelte Zitronen, 2 unbehandelte Orangen, 30 Hollerblütendolden, 1 Flasche Cachaça (Zuckerrohrschnaps mit 40%), 150 ml Marillenbrand guter Qualität
Zubereitung
Hollerblüten gut ausschütteln und kalt abbrausen, damit keine Insekten mitverarbeitet werden. Wasser in einem Topf aufkochen und den Zucker unter Rühren darin auflösen, bis ein klarer Sirup entsteht. Zuckersirup abkühlen lassen und mit der Zitonensäure vermischen. Zitrone und Orangen heiss waschen und in dünne Scheiben schneiden. Abwechselnd mit den Hollerblüten in ein heiss ausgespühltes hohes Glas von rund 1,5 l Fassungsvermögen schlichten. Das Glas erst mit dem Zuckersirup, dann mit dem Schnaps, zuletzt mit Marillenbrand bis knapp unter den Rand auffüllen. Deckel auflegen, alles einmal gut schütteln und den Hollerblütenlikör an einem hellen Ort 8 Wochen ziehen lassen, dabei mit einem Löffel aus rostfreiem Stahl alle 2 Tage umrühren oder das Glas schütteln. Den fertigen Likör abseihen, in heiss ausgespühlte Flaschen füllen und diese gut verschließen.
Hollerblütensirup

Hollerblütensirup
2 kg Kristallzucker, 2 l Wasser, 3 gehäufte EL Zitronensäure, 3 unbehandelte Zitronen, 2 unbehandelte Orangen, 30 Hollerblütendolden
Zubereitung
Hollerblüten gut ausschütteln und kalt abbrausen, damit sich keine Insekten in den Sirup schummeln. Wasser in einem Topf aufkochen und den Zucker unter Rühren darin auflösen, bis ein klarer Sirup entsteht. Zuckersirup abkühlen lassen und die Zitronensäure unterrühren. Zitronen und Orangen heiss abwaschen, in dünne Scheiben schneiden und zusammen mit den Hollerblüten in ein heiss ausgespühltes großes Glas von rund 4,5 l Fassungsvermögen schlichten. Den Zuckersirup angießen und das Glas mit einem Deckel verschließen. Den Hollerblütensirup an einem hellen Ort 3-5 Tage ziehen lassen, dabei mit einem Löffel aus rostfreiem Stahl mehrmals täglich umrühren. Den fertigen Sirup abseihen, einmal kurz aufkochen, in heiss ausgespühlte Flaschen mit Bügelverschluss füllen und diese gut verschließen.
Notizen
Mitte Mai steht der Holler in voller Blüte. Jetzt nicht zuzugreifen, wäre eine echte Schande! Selbst in der Großstadt lässt sich genug Material erbeuten, um ein paar Flaschen Sirup anzusetzen. Selbstgemacht nach Omas Rezept schmeckt Hollersaft einfach nach Sommer pur.


