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Quittengelee aus der Provence

Quittengelee aus der Provence
Gelee: (Zutaten für 5 Gläser à 200 ml) 1 l Quittensaft, 700 g Gelierzucker, 15 Pfefferkörner, 5 Lorbeerblätter
Quittensaft:(Ergibt etwa 3 l Saft) 2-3 kg Quitten, 1 unbehandelte Zitrone, Wasser
Zubereitung
Den Flaum der Quitten mit Küchenrolle abreiben, die Früchte gut waschen und samt Schale und Kerngehäuse in kleine Stücke schneiden. In einem großen Topf (ich nehme meinen Schnellkochtopf) die Quittenstücke bis an den Rand einschlichten und mit so viel Wasser aufgießen, dass die Früchte knapp bedeckt sind. Die unbehandelte Zitrone gut waschen, vierteln und in den Topf geben. Mit aufgelegtem Deckel 45 Minuten köcheln lassen. Ein Sieb in einen großen Topf hängen und mit einem Geschirrtuch auslegen. Das Geschirrtuch soll frisch und ohne Waschmittel ausgekocht sein, Waschmittel oder Weichspüler würde das Gelee verderben. Die Quitten abseihen und mindestens 1 Stunde, besser jedoch über Nacht abtropfen lassen. Die Quitten nicht ausdrücken, sonst wird das Gelee später trüb.
Für das Gelee 1 l Quittensaft mit 700 g Gelierzucker, Pfefferkörnern und Lorbeerblättern aufkochen und unter Rühren 6 min. kochen lassen, dabei den entstehenden Schaum abschöpfen. In vorbereitete Gläser je 3 Pfefferkörner und 1 Lorbeerblatt geben und mit Gelee randvoll füllen, dann gut verschließen. Die Gläser Für 10 Minuten auf den Kopf stellen, dann umdrehen und erkalten lassen.
Notizen
Diese leicht herbe Version eines Quittengelees passt besonders gut zu Käse und kaltem Schweinefleisch und ergibt ein hübsches Gastgeschenk. Beim Erkalten die Gläser so drehen, dass sich das Lorbeerblatt dekorativ in der Mitte des Glases platziert.
Schoko-Baileys Cupcakes

Schoko-Baileys Cupcakes
Teig: 70 g zartbitter Kuvertüre, 2 TL Kakao, 70 g Butter, 2 Eier, 85 g Staubzucker, 1 Prise Salz, 1 PK Vanillezucker, 4 EL Rum, 60 g geriebene Haselnüsse, 45 g Dinkelmehl, 10 g Speisestärke, 1/2 TL Backpulver, Rum zum Bestreichen, Schokoraspeln zum Dekorieren
Creme: 200 g zartbitter Kuvertüre, 100 g weiße Kuvertüre, 100 ml Baileys, 175 ml Obers
Zubereitung
Für die Creme Obers aufkochen, darin unter Rühren die Kuvertüre schmelzen, Baileys untermengen und diese Masse in einem verschlossenen Gefäß mehrere Stunden im Kühlschrank rasten lassen.
Für den Teig Kuvertüre mit Butter und Kakao in einem kleinen Topf schmelzen lassen. In eine Rührschüssel füllen, Zucker, Vanillezucker, Rum und Salz beimengen. Eier hinzufügen und alles auf höchster Stufe etwa 5 Minuten schaumig schlagen. Mehl, Nüsse, Backpulver und Stärke in einer Schüssel vermengen und alles mit einem Löffel unter die Eiermasse heben. In 12 vorbereitete Muffinförmchen füllen und bei 175 Grad 30 Minuten backen.
Wenn die Förmchen aus dem Ofen kommen, die Oberfläche noch heiß mit Rum bestreichen, so zieht das Aroma in den ganzen Cupcake ein.
Die gekühlte Schokocreme mit dem Mixer schaumig aufschlagen und mit einem Spritzbeutel mit großer Sterntülle auf die Cupcakes dressieren. Mit Schokoraspeln dekorieren.
Notizen
Anstatt der klassischen Neujahrsschweinchen, gab es dieses Jahr zu Silvester Glückscupcakes als süße Mitbringsel. Die Cupcakes am Besten im Kühlschrank in einem luftdichten Plastikgefäß aufbewahren, damit sie keinen Geruch anderer Lebensmittel annehmen.
Schnelle Pizza für faule Fernsehabende

Schnelle Pizza
Teig: 200 g Mehl, 125 ml lauwarmes Wasser, 1 1/2 TL Trockenhefe, 1 TL Zucker, 1 TL Salz, etwas Maisstärke zum Bestreuen, Olivenöl
Tomatensauce: 100 g passierte Tomaten, 1 Knoblauchzehe, 3 Prisen Salz, 1 Prise Zucker, 1/2 TL Balsamicoessig, 1 Prise Cayennepfeffer
Belag: 1 Pk Mozzarella, weitere Belagszutaten nach Belieben (z.B. Schinken, Mais, Artischocken), 1 Prise Oregano, 1 Prise Salz, 1 handvoll geriebener Parmesan, frisches gehacktes Basilikum
Zubereitung
Ofen bei Ober- und Unterhitze auf die heißeste Stufe einstellen (bei mir sind das 230 Grad) und falls vorhanden einen Pizzastein auf der untersten Schiene in den Backofen schieben.
Während der Ofen aufwärmt, das lauwarme Wasser mit Hefe und Zucker mischen, Mehl und Salz dazugeben und alles von Hand oder mit der Küchenmaschine etwa 5 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Pizzateig in einer mit Olivenöl befetteten Schüssel an einem warmen Ort zugedeckt bis zur Verwendung rasten lassen. Inzwischen die Tomatensauce bereiten. Dafür die passierten Tomaten mit 3 Prisen Salz, 1 Prise Zucker, 1/2 TL Balsamicoessig, einer Prise Cayennepfeffer und einer zerdrückten Knoblauchzehe vermischen.
Den gerasteten Pizzateig kurz durchkneten und auf einem Stück Backpapier zunächst grob rund ausrollen. Nun den Teigfladen umdrehen, die Unterseite mit etwas Maisstärke stauben und diese mit der Handfläche gleichmäßig verteilen. Fladen wieder umdrehen und flach ausrollen, dabei zuletzt mit den Handflächen in eine runde Form ziehen.
Auf dem ausgerollten Pizzateig die Tomatensauce verteilen, dabei rundum einen kleinen Teigrand frei lassen und diesen mit etwas Olivenöl bepinseln. Den Mozzarella in Scheiben schneiden und auf der Tomatensauce verteilen. Pizza mit weiteren Zutaten nach Geschmack belegen, z.B. mit Schinken oder Prosciutto oder Salami, Mais und eingelegten Artischockenherzen. Zuletzt mit einem Hauch Salz und getrocknetem Oregano bestreuen.
Pizza samt Backpapier zuerst auf ein umgedrehtes Backblech befördern und von dort aus samt Backpapier auf den Pizzastein gleiten lassen. (Bei der Variante ohne Pizzastein legt man das Backpapier mit der Pizza gleich auf ein Blech und schiebt dieses auf unterster Schiene in den Ofen).
Die Pizza 11 Minuten backen, bis sie am Rand gebräunt ist und Blasen wirft, dann noch heiß mit gehacktem Basilikum und einer handvoll geriebenem Parmesan bestreuen.
Notizen
Ohne Übertreibung schaffe ich es mit diesem simplen Rezept gemütlich in unter 1 h vom kalten Ofen zur dampfenden Pizza, und dabei schmeckt das Ergebnis ungleich besser als vom Lieferservice. Die Menge ergibt eine große Pizza für eine hungrige Person. Das Rezept kann problemlos auf mehr Esser vervielfacht werden: die Pizzen müssen zwar nacheinander in den Ofen, durch die kurze Backzeit ist das aber ohnedies perfekt, um immer ein Stück heiße dampfende Pizza zu haben, wenn man sich die jeweils fertige Pizza teilt.
Powidl

Powidl
Zutaten für 6 Gläser à 200 ml: 3 kg entsteinte halbierte Zwetschken, 400 g Zucker, 1/8 l Schnaps, 1/2 TL Zimt, Rum nach Belieben (mind. 2 EL)
Zubereitung
Zwetschken mit Schnaps und Zucker in einem weiten Topf zugedeckt mindestens 1 Stunde oder besser über Nacht ziehen lassen. Anschließend auf kleiner Flamme mehrere Stunden ohne Deckel köcheln, damit die Flüssigkeit einreduziert. Während dieser Zeit nicht umrühren, so verhindert man, dass die Masse anbrennt. Ist ein Großteil der Flüssigkeit verdampft, wird die Masse mit einem Holzkochlöffel gerührt. Achtung, die Masse spritzt jetzt und ist teuflisch heiß, vorsichtig rühren und die Temperatur regulieren. Wenn die Masse schon sehr dick ist, Topf kurz vom Feuer nehmen und alles mit dem Pürierstab passieren. Danach wieder auf den Herd stellen und die inzwischen recht dunkle Masse unter ständigem Rühren soweit einkochen, bis das Powidl am herausgezogenen Kochlöffel haften bleibt und nicht mehr hinunter tropft. Zuletzt mit Zimt und Rum abschmecken. Sollte die Masse zu dick geworden sein, einfach so viel Rum beimengen, bis wieder eine streichfähige Masse entsteht.
Powidl heiss in Gläser abfüllen, gut verschließen und die Gläser zum Abkühlen auf den Kopf stellen.
Notizen
Der Zwetschkenbaum im Garten meiner Oma ist schon recht alt und morsch, trotzdem wirft er noch jedes Jahr viele Kilo süße Früchte ab und so wird im Herbst fleißig eingekocht. Dieses Jahr habe ich das erste Mal Powidl hergestellt und bin mit dem Ergebnis sehr glücklich. Zwar ist das Zwetschkenmus bei mir zu dick geworden, aber ich mische in jedes geöffnete Glas ein paar Löffel Rum und erhalte so eine umso schmackhaftere Marmelade.
Nachdem das Mus beim Abfüllen ziemlich schnell abkühlt, habe ich die Gläser noch 1h in einem weiten Topf mit kochendem Wasser eingekocht und lasse sie im Wasser auskühlen lassen, um die Haltbarkeit zu erhöhen.
Als Schnaps falls vorhanden Zwetschkenschnaps verwenden. Sollte ein solcher nicht zur Stelle sein, einfach einen anderen nehmen der einem schmeckt. Ich habe mein Powidl mit Kirschbrand gekocht und der Geschmack ist richtig gut geworden.
Gemischte gefüllte Lebkuchen

Gefüllte Lebkuchen
Teig: 120 g Rohzucker, 330 g Honig, 300 g Weizenmehl, 250 g Roggenmehl, 50 ml Milch, 10 g Lebkuchengewürz, 8 g Natron, 3 g Pottasche (in etwas Milch aufgelöst), 1 Ei, 2 Dotter, Milch zum Bestreichen, Mehl zum Kneten
Fülle: 500 g getrocknete Zwetschken, 60 ml Rum, 50 g Powidl
Dekoration: Milchkuvertüre, Zartbitterkuvertüre, Walnusshälften, Schokostreusel, Pistazien
Zubereitung
Für den Teig alle Zutaten vermengen und beim Kneten so viel Mehl hinzufügen, dass eine kompakte Konsistenz entsteht (das können schon gut 5 Esslöffel Mehl werden). Den Teig zu einer Kugel formen, in ein Gefriersackerl packen und über Nacht im Kühlschrank rasten lassen.
Für die Fülle alle Zutaten in der Küchenmaschine zu einer feinen Masse faschieren.
Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 1/2 cm dick auswalken. Ein Backblech voll Herzen und ein Backblech voll Sterne ausstechen, dabei die Bleche eng belegen, es gehen sich bis zu 50 Herzen und 40 Sterne aus. Die ausgestochenen Lebkuchen mit Milch bestreichen.
Den Rest des Teiges nochmal durchkneten und zu einer quadratischen Fläche walken. Diese Fläche halbieren, Zwetschkenfülle darauf verteilen und die andere Teighälfte darauf setzen. In mundgerechte Quadrate schneiden, mit Milch bestreichen und mit einer Walnusshälfte belegen.
Lebkuchen bei 160 Grad ca. 15 Minuten backen.
Die quadratischen Lebkuchen sind nun bereits fertig. Auf die Sterne und Herzen setzt man, sobald sie heiß aus dem Backofen kommen, jeweils 1/4 TL Zwetschkenfülle, die nach dem Auskühlen mit einem mit Rum benetzten Finger nochmals flachgedrückt wird. Nun die beiden Kuvertüren schmelzen. Die Lebkuchen auf einen Spieß setzen und auf der Seite mit der Füllung in die Kuvertüre tauchen: die Herzen in die Zartbitterschokolade, die Sterne in die Milchschokolade. Die dunklen Lebkuchen mit Pistazien und die hellen mit Schokostreusel bestreuen und auf einem Kuchengitter oder Backrost trocknen lassen.
Notizen
Natürlich bauchen diese Lebkuchen durch die Füllung und Glasur ihre Zeit, dafür sind sie eine feine Leckerei und obendrauf abwechslungsreich und sehr dekorativ.


