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Osterpinzen

Osterpinzen (übrigens die kleinen)
Zutaten für 2 große oder 5 kleine Pinzen: 500 g Mehl, 21 g Hefe, 1/8 l Milch, 1/8 l Weisswein, 80 g Zucker, 1 PK Vanillezucker, 100 g flüssige Butter, Abgeriebenes 1/2 Zitronen, 4 Eigelb, 1 TL Anissamen, 1 Prise Salz, 1 Ei zum Bestreichen
Zubereitung
Wein erwärmen und mit dem Anis eine Stunde ziehen lassen, danach durch ein Haarsieb filtern. Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde bilden, darin etwas lippenwarme Milch, eine Prise Zucker und die Hefe mit den Fingern zu einem Dampfl mischen und mit etwas Mehl abdecken. Die Schüssel mit einem Küchentuch zudecken und 15 Minuten gehen lassen.
Das aufgegangene Dampfl mit den übrigen Zutaten zu einem geschmeidigen Hefeteig kneten. Diesen in der zugedeckten Schüssel an einem warmen Ort auf das Doppelte aufgehen lassen, anschließend nochmal durchkneten und zugedeckt aufgehen lassen.
Nun den Teig ein letztes mal kneten und zu Kugeln von je 500 oder 200 g formen. Die Teigkugeln auf ein Blech setzen und zugedeckt aufgehen lassen. Nun mit Ei bestreichen und mit einer Schere 3 tiefe Kerben Sternförmig in die Pinze schneiden. Kurz nochmal aufgehen lassen (nicht zudecken, sonst klebt das Tuch am Teig) und nochmals mit Ei bestreichen, dabei aber die Schnitte aussparen. Große Pinzen bei 160 Grad 35-40 Minuten, kleine Pinzen 30 Minuten backen.
Notizen:
Als Kind habe ich die Osterpinzen von unserem Dorfbäcker geliebt, natürlich auch, weil es sie nur 1 Mal im Jahr gegeben hat und so immer etwa Besonderes geblieben sind. Dieses Rezept schmeckt genauso wie damals und es liegen (wenig überraschend) geschmacklich Welten zwischen dem, was man im Backshop einer Bäckereikette als Pinze verkauft bekommt und dem selbstgebackenen Exemplar. Die Herstellung macht durch das Aufgehen lassen schon etwas Mühe, aber sich am Abend vor Ostern dafür die Zeit zu nehmen wird sich spätestens beim Ostersonntagfrühstück als beste Idee der letzten Zeit herausstellen.
Mediterane gefüllte Paprika

Mediterane gefüllte Paprika
Fülle: 6-8 grüne Spitzpaprika, 300 g Rinderfaschiertes, 4 EL ungekochter Reis (70 g), 4 EL Sauerrahm, 2 EL Petersilie, 1/2 TL Salz, 1/2 TL Zimt, 1/2 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
Tomatensauce: 1 Zwiebel gewürfelt, 2 Stange Staudensellerie gewürfelt, Öl, 1 Dose geschälte Tomaten, 400 ml Gemüsebrühe (alternativ Wasser), 2 EL Tomatenmark, 1 EL Mehl, Salz, Zucker, Majoran
Zubereitung
Faschiertes mit Sauerrahm, Petersilie, Reis und den Gewürzen mischen. Paprikaschoten waschen, Deckel aufschneiden, Schote entkernen und mit Fleischmasse füllen, Deckel aufsetzen und Schoten beiseite stellen.
Zwiebel und Sellerie würfeln. In einem weiten Topf Öl erhitzen, Zwiebeln und Sellerie darin glasig anbraten. Tomatenmark und 1 TL Majoran beigeben und einige Minuten mitrösten, dann alles mit Mehl stäuben und nochmals kurz anrösten. Mit Gemüsebrühe ablöschen und die Dosentomaten beigeben. Die Tomatensauce mit 1 TL Salz und einer guten Prise Zucker abschmecken. Paprikaschoten in die Sauce einlegen und zugedeckt 40 Minuten garen lassen.
Notizen
Gefüllte Paprika mit ungekochtem statt mit gekochtem Reis herzustellen ist mir bisher noch nicht in den Sinn gekommen, funktoniert aber bestens und spart Zeit. Die mediteran gewürzte Fleischfüllung für diese Paprika ist angelehnt an mein heissgeliebtes Rezept für Spaghetti mit Fleischbällchen – Die Würze von Zimt und Kreuzkümmel passt auch bei diesem Gericht ausgezeichnet.
Schnelles Roggenbrot

Schnelles Roggenbrot
250 g Vollkorn Weizenmehl, 250 g Vollkorn Roggenmehl, 75 g Sauerteig, 375 ml lauwarmes Wasser, 1 Würfel frische Hefe (42 g), 50 g Kürbiskerne, 50 g Sonnenblumenkerne, 50 g Walnusskerne, 2 TL Salz
Zubereitung
Weizen- und Roggenmehl, Kürbis-, Walnuss- und Sonnenblumenkerne sowie Salz in einer Schüssel mischen. Sauerteig in einen Messbecher geben und mit lauwarmen Wasser auf 450 ml auffüllen. Den Hefewürfel im Wasser auflösen und das Hefegemisch zum Mehl geben. Mit einem Löffel so lange verrühren, bis ein Teig entstanden ist.
Eine Kastenform mit Butter ausstreichen, den Brotteig einfüllen und glattstreichen. Nun die Form in den kalten Ofen stellen und erst jetzt auf 200 Grad einheizen. Das Brot 60 Minuten backen, dann aus der Form stürzen und in weiteren 10 Minuten fertig backen.
Notizen
Dieses Roggenbrot basiert auf dem 3-Minuten-Brot Zutatenschema. Geschmacklich ist das Brot durch Roggen und Sauerteig jedoch deutlich herzhafter als das klassische 3-Minuten Brot. Es ist aktuell die schnellste mir bekannte Variante, ein Roggenbrot zu backen und somit ein schönes Brot fürs Wochenendfrühstück.
Schnelles Körndlbrot (3-Minuten-Brot)

Schnelles Körndlbrot
500 g Vollkorn Weizenmehl, 450 ml lauwarmes Wasser, 1 Würfel frische Hefe (42 g), 50 g Sesamkörner, 50 g Sonnenblumenkerne, 50 g Leinsamen, 2 TL Salz, 2 EL Apfelessig
Zubereitung
Mehl, Sesam, Leinsamen, Sonnenblumenkerne und Salz in einer Schüssel mischen. Lauwarmes Wasser und Apfelessig in einer anderen Schüssel mischen, Hefe darin auflösen. Das Hefegemisch zum Mehl geben und mit einem Löffel so lange rühren, bis ein Teig entstanden ist.
Eine Kastenform (am besten aus Email) mit Butter ausstreichen, den Brotteig einfüllen und glattstreichen. Nun in den kalten Ofen stellen und erst jetzt auf 200 Grad einheizen. Das Brot 60 Minuten backen, dann aus der Form stürzen und 10 Minuten nachbacken.
Notizen
Karin hat mich auf dieses Brotrezept gebracht, das in den deutschsprachigen Koch-Communities schon lange ein Renner ist, und das berechtigterweise: Einfacher geht Brotbacken nicht mehr, denn selbst mit Fertigbackmischung im Brotbackautomaten würde es länger dauern. Durch das Backen im kalten Ofen erledigt sich das Gehenlassen der Hefe quasi von selber, der Aufwand für den Bäcker ist also minimal. Das Ergebnis ist ein überraschend knuspriges und geschmacklich sehr gutes Körnerbrot, das lange frisch bleibt. Das Nachbacken kann ich nur jedem empfehlen.
Apfel-Topfen-Muffins

Apfel-Topfen-Muffins
380 g Mehl, 3 TL Backpulver, 1/2 TL Natron, 180 g Butter, 180 g Zucker, 3 Eier, 1 PK Vanillezucker, 250 g Topfen oder Ricotta, 50 g Sauerrahm, 5 cl Traubensaft oder Apfelsaft, 2 saure Äpfel (gewürfelt)
Zubereitung
Butter zerlassen und in einer Schüssel mit Zucker, Eier, Topfen (oder Ricotta), Sauerrahm und Fruchtsaft zu einer Creme vermengen. In einer zweiten Schüssel Mehl mit Backpulver und Natron mischen. Nun die Topfencreme zügig zum Mehl umfüllen und alles vermengen, dabei nicht zu lange rühren, so bleiben die Muffins luftig. Die Äpfel schälen, in Würfel schneiden und dem Teig beigeben.
Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und je 1 gehäuften EL Teig einfüllen. Am leichtesten funktioniert das, wenn man den Teig mit befeuchteten Händen zu Kugeln formt. Die Muffinförmchen sollen dabei ruhig übervoll werden, denn der Teig geht beim Backen in die Höhe und quillt nicht über den Förmchenrand. Muffins bei 200 Grad 30 Minuten backen, bis sie eine goldgelbe Farbe angenommen haben.
Notizen
Diese Muffins gehen schnell und schmecken ausgezeichnet. Kürzlich habe ich sie mit Ricotta gebacken und bin seit dem überzeugt, sie gelingen in dieser Variante geschmacklich noch ein Quentchen feiner als mit Topfen, der Teig wird flaumiger. In der Ricotta Variante sind die Muffins daher ab sofort in die Riege meiner Lieblingsrezepte aufgenommen. Bei den Äpfeln darauf achten, dass man zwei schön saure Exemplare verwendet, mit faden Äpfeln produziert man naheligenderweise nur fade Muffins.


