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Butterbrezeln

Butterbrezeln
(Rezept ergibt 2 Bleche Kekse) Teig: 280 g Butter, 1 Msp. Backpulver, 280 g Mehl, 2 EL Weisswein, 2 EL Schlagobers, 1 Dotter, 1 Prise Salz
Glasur: 1 Eiweiss, 150 g Staubzucker
Zubereitung
Eiweiss mit gesiebtem Staubzucker mischen und zu einer festen weissen Glasur aufschlagen. Diese in einen Einwegspritzbeutel mit sehr kleiner Tülle füllen (alternativ in ein Gefriersackerl füllen und den äussersten Zipfel abschneiden). Die Glasur bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen.
Für den Teig alle Zutaten rasch zu einem geschmeidigen Teig kneten. Da der Teig durch die Butter sehr schnell sehr weich wird, verzichte ich darauf den Teig erst im Kühlschrank rasten zu lassen, sondern verarbeite ihn rasch weiter, kühle die ausgestochenen Formen dafür entsprechend länger am Blech am Balkon. Teig halbieren und auf einer bemehlten Fläche etwa 3 mm dick auswalken. Mit einem Brezelausstecher Formen ausstechen, diese vorsichtig mit einem Messer oder besser mit einer breiten Palette vom Boden ablösen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Nun mit der Glasur die Brezel nachzeichnen. Die Kekse an einem kühlen Ort (etwa dem Balkon) mindestens eine halbe Stunde kalt stellen, dann bei 175 Grad 11 min. backen, bis dir Glasur goldgelb wird.
Notizen
Anfangs war ich zugegeben skeptisch, ob ein Keks, bei dem der ganze Zucker in der Glasur statt im Teig ist, überhaupt schmecken wird. Hab auch ein wenig befürchtet, dass die Eiweiss Glasur wieder abgehen könnte, weil sie nur in dünnen Linien aufgespritzt wird. Die Kekse werden aber absolut stimmig und ausgewogen. Die Butterbrezeln landen daher klar unter den Lieblingskeksen, schmecken wirklich toll.
Weihnachtliche Linzeraugen

Weihnachtliche Linzeraugen
(Rezept ergibt 4 Bleche Kekse, 60 Linzeraugen) 250 g glattes Mehl, 160 g Butter, 100 g Staubzucker, 120 g Frischkäse (Philadelphia), 150 g geriebene Haselnüsse oder Walnüsse, 1/2 TL Zimt, 1 PK Vanillezucker, 1 Prise Salz, 250 g Himbeermarmelade, 1 TL Rum
Zubereitung
Alle Zutaten rasch zu einem geschmeidigen Teig kneten. Diesen in Frischhaltefolie einschlagen und im Kühlschrank mindestens 1h rasten lassen. Teig halbieren und auf einer bemehlten Fläche etwa 3 mm dick auswalken. Die gleiche Anzahl Kreise und Linzeraugenformen ausstechen, diese vorsichtig mit einem Messer vom Boden ablösen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Kekse an einem kühlen Ort (etwa dem Balkon) mindestens eine Viertelstunde kalt stellen, dann erst bei 180 Grad 10-11 min. hellgelb backen. Die oberen Hälften der Linzeraugen (die mit dem Loch) gleich nach dem Rausholen mit Staubzucker bestreuen. Nun Himbeermarmelade mit Rum erhitzen und mit Hilfe eines Einweg-Dressiersacks oder eines umfunktionierten Gefrierbeutels auf jeweils eine der ausgekühlte Keksunterhälften spritzen, dann die Kekse zusammensetzen.
Notizen
Durch den Zimt eine sehr weihnachtliche Linzeraugenvariante. Das Rezept stammt aus dem Mahlzeit Magazin von Spar. Von den verfügbaren Supermarktmagazinen das einzige, das wir uns nach Hause schicken lassen und bei dem sich ein Blick hinein doch lohnt.
Johannas Vanillekipferl

Johannas Vanillekipferl
(Rezept ergibt 2 Bleche) Teig: 210 g glattes Mehl, 180 g kalte Butter, 70 g Walnusskerne, 50 g Staubzucker*, 2 Dotter
Zucker zum Wälzen: 250 g Staubzucker*, 3 PK Vanillezucker
*Johanna hat den Staubzucker immer mit Diabetikerzucker getauscht.
Zubereitung
Walnusskerne mit der Hälfte des Mehls in der Küchenmaschine fein mahlen. Das Nussmehl mit den restlichen Zutaten vermengen und rasch zu einem Mürbteig kneten. Den Teig in 2 Portionen teilen, in Frischhaltefolie packen und im Kühlschrank 1 h rasten lassen.
Nun den Teig mit den Händen zu mehreren langen Strängen rollen (etwa so dick wie ein zierlicher kleiner Finger). Die Teigstränge parallel zueinander auflegen und mit einem Messer gleichlange Teigstücke abschneiden (etwa so lang wie 2 Glieder des kleinen Fingers. Die Teigstücke zu Kipferl formen, auf ein unbefettetes Blech legen und vor dem Backen für etwa 20 Minuten am Balkon kalt stellen. Bei 180 Grad 11-12 Minuten backen. Inzwischen den Staubzucker mit den 3 PK Vanillezucker vermengen und fein sieben.
Die Kipferl nach dem Backen nur etwa 2 Minuten am Blech rasten lassen, dann die warmen Vanillekipferl vorsichtig einzeln vom Blech lösen, im Vanillezucker wälzen und auf einem Kuchengitter zum Auskühlen ablegen. Erkaltete Vanillekipferl in eine gut schließenden Blechdose einschlichten und an einem kühlen Ort aufbewahren.
Notizen
Die Nüsse am besten frisch knacken, das ergibt den besten Geschmack. Danke auf diesem Weg an Tante Anny und Christl, für eure Hilfe bei meiner Suche nach dem Rezept für Johannas Vanillekipferl. Schön, dass diese Geburtstagstradition fortgeführt werden kann. Und zu Weihnachten sind die Kipferl sowieso Lieblinge, habe sie 3x gebacken.
Zwetschkenkuchen mit Streuseln (Blechkuchen)

Zwetschkenkuchen mit Streuseln
Teig: 300 g Mehl, 1/8 l Milch, 60 g Zucker, 1 Pk Trockengerm (entspricht 20 g frischem Germ), 2 Dotter, 1 Prise Salz, etwas abgeriebene Zitronenschale, 2 kg Zwetschken zum Belegen
Streuseln: 150 g Mehl, 150 g Zucker, 150 g geriebene Mandeln, 120 g zerlassene Butter, 1/2 TL Zimt
Zubereitung
Milch und Butter in einem Gefäß am Herd oder in der Mikrowelle erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Die Mischung lauwarm abkühlen lassen. Mehl, Zucker, Salz, Trockengerm und Zitronenschale in einer Schüssel gemeinsam mit Milch, Butter und Dottern zu einem geschmeidigen Germteig kneten. Am einfachsten geht das in der Küchenmaschine. Sollte der Teig klebrig sein -insbesondere wenn man von Hand knetet- etwas Mehl nach Gefühl beigeben.
Die Arbeitsfläche mit Mehl oder Maisstärke stauben und den Germteig darauf dünn ausrollen. Ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen, den ausgerollten Germteig darauf verteilen und gleichmäßig in alle Ecken arbeiten. Dann mit einer Kuchengabel in regelmäßigen Abständen Löcher in den Teigboden stupfen.
Nun die Zwetschken halbieren und entkernen. Jede Hälfte in der Mitte nochmals einschneiden, aber nicht ganz durchschneiden. Den Germteig dachziegelartig mit den Zwetschken belegen, dabei die Hautseite nach unten zeigen lassen. Das untere Viertel der vorhergehenden Zwetschkenreihe sollte jeweils von der nächsten Reihe überlappt werden.
Für die Streuseln Mehl, Zucker, Mandeln und Zimt in einer Schüssel mischen. Die Butter schmelzen und mit einer Gabel unter die Mehlmischung mengen, bis eine krümelige Masse entsteht. Die Streusel über den Zwetschken verteilen.
Zuletzt den Kuchen noch etwa 20 Minuten aufgehen lassen, dann bei 175 Grad rund 55 Minuten backen. Wie bei den meisten Germteigrezepten, schmeckt dieser Blechkuchen lauwarm am allerbesten.
Notizen
Wenn mitte September die Früchte am knorrigen Zwetschkenbaum im Garten meiner Oma reif werden, habe ich oft noch tiefgefrorene Exemplare aus der letzten Saison übrig. Die gilt es dann noch rasch aufzubrauchen, um Platz für die neue Ernte zu schaffen. Ein Blech Zwetschkenkuchen verbraucht schnell mal 2 Kilo Früchte und ist dabei einfach nur köstlich. Auch die frische Ernte kann man damit natürlich sehr würdig feiern.
Bei der Verwendung von frischem Germ, weicht die Zubereitung von diesem Rezept etwas ab, da erst ein Dampfl angesetzt wird: Hierfür erst das Mehl alleine in die Schüssel geben und in der Mitte mit der Hand eine Mulde formen. In diese etwas von der erwärmten Milch füllen und den Germ einbröseln. Etwas Zucker beimengen und den Germ zwischen den Fingern mit der Milch vermengen, dann die Mulde mit etwas Mehl bedecken. Die Schüssel mit einem frischen Geschirrtuch abdecken, und das Dampfl an einem warmen Ort zur doppelten Größe aufgehen lassen. Dann erst die anderen Zutaten beifügen und im Rezept fortfahren.
Ribiselkuchen mit Schneehaube
Teig: 250 g Mehl, 150 g Staubzucker, 50 g Butter, 60 ml Milch, 3 Eidotter, ½ Pk Backpulver, 1 Pk Vanillezucker 3 EL Wasser
Belag: 3 Eiweiss, 200 g Kristallzucker, 500 g Ribiseln, 1 Pk Vanillezucker
Zubereitung
Butter schmelzen. Eigelb, Staubzucker, Vanillezucker und Wasser dickschaumig schlagen, flüssige Butter nach und nach beifügen. Mehl mit Backpulver mischen und gemeinsam mit der Milch unter die Masse heben, bis keine Mehlklumpen mehr zu sehen sind. Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und bei 170 Grad Umluft 15 Minuten backen.
Inzwischen das Eiweiss aufschlagen, Kristallzucker und Vanillezucker beifügen und zu einem festen Schnee verarbeiten. Zuletzt vorsichtig die gerebelten Ribiseln beimengen und diese Masse auf den vorgebackenen Teig streichen. Ofen auf Ober- und Unterhitze schalten und den Kuchen bei 180 Grad 20 Minuten backen.
Notizen
Am allerbesten schmeckt der Kuchen lauwarm. Dieses Rezept unterscheidet sich von den mir bisher bekannten Arten den Kuchen zuzubereiten durch den eher festen dünnen Boden. So kann man den Kuchen bis zu 2 Tage lagern (bei Zimmertemperatur, im Kühlschrank wird das Baiser lasch), ohne dass er trotz der vielen Früchte matschig wird.


