Tiramisutorte (Mein-Blog-ist-7-Jubiläumstorte)

Tiramisutorte
Boden: 100 g Mehl, 20 g Kakao, 5 Eier, 160 g Feinkristallzucker, 40 g Butter, 40 ml Obers, 100 ml Rum (40%), 2 EL Staubzucker, 2 Packungen Biskotten
Füllung: 375 ml Milch, 2 Vanilleschoten, 3 Dotter, 1 gestrichener EL Löskaffee, 70 g Zucker, 1/2 l Obers, 1 EL Staubzucker, 4 Blatt Gelatine
Dekoration: 6 Biskotten, 1/4 l Obers, 1 PK Sahnesteif, gehobelte Mandeln, Schokoglasur, Schokoplättchen
Zubereitung
Anmerkung: Am Vortag beginnen, die Torte sollte eine Nacht im Kühlschrank durchziehen können.
Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Eier trennen. Eiweiss in der Küchenmaschine 2 Minuten schaumig schlagen, dann den Zucker nach und nach hinzugeben und alles zu festem Eischnee schlagen. Butter in einem kleinen Topf schmelzen und beiseite stellen. Dotter mit ein paar Löffeln Eischnee verrühren, dann diese Masse vorsichtig mit einem Teigspatel unter den Eischnee heben. Mehl und Kakao über die Masse sieben und vorsichtig unterziehen, bis keine Klumpen mehr zu sehen sind. Zuletzt die flüssige Butter unter den Teig rühren.
Den Teig dünn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und auf mittlerer Schiene rund 8 Minuten backen. Biskuitboden noch heiss auf einen frischen Bogen Backpapier stürzen, das Backpapier der Unterseite mit einem nassen Stück Küchenrolle abwischen und das Papier vorsichtig abziehen. Den Teigboden auskühlen lassen.
Inzwischen die beiden Vanilleschoten längs aufschneiden, das Markt mit einem Messerrücken herauskratzen und beides mit der Milch aufkochen lassen. Zur Seite stellen und überkühlen lassen.
Nun zwei Kreise von ca. 21 cm Durchmesser aus dem erkalteten Teigboden schneiden. Am besten geht das, indem man einen Unterteller auflegt und am Rand entlang schneidet. Den verbleibenden Teig in 1 cm breite Streifen schneiden. Einen der beiden Teigböden in eine 26 cm Springform legen und mit Teigstreifen den Spalt bis zum Springformrand auffüllen. Nun Rum, Obers und Zucker mischen und den Tortenboden mit Hilfe eines Pinsels mit dieser Mischung tränken.
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen und einen kleinen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Die erkaltete Vanillemilch in einen Schneekessel abseihen, diesen auf den Topf mit kochendem Wasser setzen und so die Vanillemilch erhitzen. Die Dotter, den Löskaffee und den Zucker vermischen und in die Vanillemilch rühren. Die Masse über Dampf schaumig schlagen. Dabei darauf achten, dass die Masse heiss genug wird (mind. 70°C – Zuckerthermometer ist hier sehr praktisch), dann beginnt die Creme anzuziehen. Sobald die Creme dicker wird, den Topf von der Hitze nehmen. Die Gelatine gut ausdrücken, in der Masse auflösen und nun solange weiter rühren, bis die Creme Zimmertemperatur hat und angedickt ist. Den kalten Obers mit dem Staubzucker steif schlagen und unter die Creme heben.
Die Biskotten halbieren und 12 Hälften für das spätere Dekorieren beiseite legen. Den Rand der Springform mit Biskottenhälften auslegen (Zuckerseite nach Aussen). Nun etwa 1/3 der Creme auf dem Tortenboden in der Springform verteilen. Eine Schicht Biskotten darüber verteilen und mit der Rummischung bestreichen. Abwechselnd zwei weitere Schichten getränkter Biskotten und Creme darüber verteilen und zuletzt den zweiten Teigboden darauf legen, mit der Rummischung bestreichen und mit einer Schicht Creme abschließen. Die Torte nun zugedeckt über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Die 12 Biskottenhäften diagonal in erwärmete Schokoglasur tauchen, mit Schokoplättchen bestreuen und auf Backpapier trocknen lassen.
Am nächsten Tag den Obers mit Sahnesteif aufschlagen, in eine Spritztüte mit breiter Sterntülle füllen und die Torte mit 12 Oberstupfer dekorieren. Auf jeden Tupfer eine halbe in Schokoglasur getauchte Biskotte setzen und die Ränder mit Mandelhobel und Schokoplättchen bestreuen.
Notizen
Zeit vergeht bekanntlich wie im Flug: Vio kocht tatsächlich schon das 7. Jahr online. Ich staune selber oft, wie viel hier in den Jahren schon zusammengekommen ist. Im letzten Jahr hab ich viel aus dem Blog gekocht aber wenig Neues dazugestellt. Überwiegend wurden einfach bestehende Inhalte mit kleinen Kniffen ergänzt. Nach einem also recht ruhigen 7. Jahr mein Vorsatz am Jubeltag: ab jetzt wieder mehr Zeit für Neues.
Würdiger Start ins neue Jahr ist diese Tiramisutorte, wie man sie auch beim Heiner nicht besser serviert bekommen könnte. In ihrer Seele handelt es sich ja um eine Malakofftorte, aber mit einer wunderbaren handgeschlagenen Kaffeecreme und einem selbstgebackenen Schokobiskuitboden. Die Torte ist aber nichts für Ungeduldige: Je länger sie durchzieht, umso geschmackvoller wird sie.
Getrocknete Tomaten

Getrocknete Tomaten
2 kg frische Tomaten,
Salz, Thymian, Oregano, Salbei, Olivenöl
Zubereitung
Tomaten kreuzweise einritzen und in eine Schüssel füllen. Mit kochendem Wasser überbrühen und 2 Minuten ziehen lassen, dann kalt abschrecken. Tomaten häuten, vierteln und das wässrige Fruchtfleisch samt Kernen entfernen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Tomaten darauf ausbreiten. Gut salzen und mit den Gewürzen bestreuen. Den Backofen auf 90 Grad stellen. Das Blech mit den Tomaten 7-9 Stunden im Ofen trocknen lassen, dabei einen Kochlöffel in der Türe einklemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
Die fertigen Tomaten auskühlen lassen, in ein kleines Einmachglas schlichten und mit gutem Olivenöl aufgießen. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.
Notizen
Dieses Jahr haben wir neben den Cocktailtomaten am Dachgarten auch versehentlich große Tomaten angebaut, die überraschend gut wachsen und uns ratlos zurücklassen, wer das alles essen soll. Tomaten auf die hier beschriebene Art zu trocknen, erreicht das Kunststück, 2 Kilo Tomaten in ein 200 ml Einmachglas zu zaubern. Unglaublich aber wahr. Die Tomaten lässt man am besten über Nacht im Ofen trocknen.
Salatdressing auf Vorrat

Salatdressing
125 ml Wasser, 1 Brühwürfel Gemüsefond (10g), 15 g Salz (2 gehäufte TL), 70 g Zucker (3 gehäufte EL), 100 g Sauerrahm, 150 g Naturjoghurt, 125 ml Weissweinessig, 125 ml Öl (nach Gusto entweder neutrales Öl wie Sonnenblumenöl oder Olivenöl, 30 g Senf (1 EL)
Zubereitung
Ein wenig vom Wasser aufkochen und den Brühwürfel, Zucker und Salz darin auflösen. Diese Mischung in eine Schüssel umfüllen und die restlichen Zutaten der Reihe nach unter Rühren mit dem Schneebesen zu einem cremigen Dressing mischen.
Notizen
Das Rezept ist einfach fantastisch. Die Menge reicht genau für einen großen Salat sofort und 1/2 l Dressing als Vorrat für später. In einer sauberen Glasflasche hält es bis zu 3 Wochen. Gerade im Sommer ist es superpraktisch, eine Flasche für spontanen Salathunger im Kühlschrank zu haben. Das Dressing funktioniert sowohl mit Blattsalat als auch mit Tomaten oder Gurken. Die größte Auszeichnung für das Rezept ist wohl, dass meine Mom sogar die Dressingreste in der leeren Salatschüssel mit Lob belegt und bis zum letzen Tropfen zelebriert.
Brennsuppe

Brennsuppe
1 EL Butter, 1 EL Mehl, 700 ml Wasser, 1 Brühwürfel (alternativ frischer Fond), 2 EL Sauerrahm, 1/4 TL Kümmel (ganz), 2 Knoblauchzehen, 2 große Kartoffeln, frisch geriebener Parmesan
Zubereitung
In einem Topf Butter zerlassen und das Mehl darin unter Rühren mit einem Schneebesen bei mittlerer Hitze anrösten, bis es eine etwas dunklere Färbung annimmt. Mit Wasser aufgießen, Brühwürfel und Kümmel beigeben und den Rahm unterrühren. Den Knoblauch pressen und beigeben. Nun die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Suppe mit den Kartoffelwürfeln ca. 15 Minuten köcheln lassen. Mit geriebenem Parmesan bestreut servieren. Dazu schmeckt knuspriges Roggenbrot.
Notizen
Diese Suppe ist ein Blitzrezept und schmeckt trotz Suppenwürfel sehr gut. Natürlich verbessert hausgemachte Suppe das Ergebnis, wäre mir für die Verwendung bei diesem einfachen Gericht aber persönlich zu schade.
Hausgemachter Ribiselessig

Hausgemachter Ribiselessig
500 g gerebelte Ribiseln, 750 ml Weissweinessig,
300 g Zucker, 10 Pfefferkörner
Zubereitung
Alle Zutaten miteinander aufkochen und 15 Minuten sieden lassen. Den Essig durch ein feines Sieb abseihen, noch heiß in saubere Flaschen füllen und gut verschließen. Ergibt zwei 500 ml Flaschen Essig.
Notizen
Ein fruchtig süßer Essig, der ohne Weiteres mithalten kann mit den Produkten, die bei „vom Fass“ verkauft werden, wo ich gerne fruchtige Balsam Essige und aromatisierte Öle beziehe. Der hausgemachte Ribiselessig ist auch ein schönes Mitbringsel aus der eigenen Küche.


