Rezeptkategorie: | Page 29 Alle Rezepte anzeigen
Sauerrahmschmarren mit Heidelbeermarmelade

Sauerrahmschmarren mit Heidelbeermarmelade
250 g Sauerrahm, 125 g Mehl, 2 Eier, 3 EL Obers, 1 1/2 TL Backpulver, 1 PK Vanillezucker, 1 Prise Salz, Butter zum Herausbacken, Staubzucker, Heidelbeermarmelade
Zubereitung
Sauerrahm, Obers, Eier, Vanillezucker und Salz gut verrühren. Mehl mit Backpulver mischen und zu den übrigen Zutaten mengen, bis ein dickflüssiger Teig entsteht. In einer beschichteten Pfanne 2 EL Butter schmelzen und den gesamten Teig eingießen. Bei mittlerer Hitze auf einer Seite goldgelb braten, bis der Teig auch auf der Oberseite gestockt ist. Nun den Schmarren wenden und auf der anderen Seite bräunen. Zuletzt mit 2 Gabeln in mundgereche Stücke reißen. Den Schmarren mit Staubzucker und viel Heidelbeermamelade servieren.
Notizen
Einfach himmlisch. Und dabei verteufelt schnell zubereitet. Die Zutaten hat man eigentlich immer Daheim, und mit selbstgemachter Heidelbeermarmelade wird es trotz der Einfachheit zu etwas ganz Besonderem. Nur Scheu vor blauen Zähnen und Zungen darf man nicht haben, denn die gehören zum Heidelbeergenuss einfach dazu.
Heidelbeermarmelade

Heidelbeermarmelade
Zutaten für 6 Gläser à 250 ml: 1,5 kg Waldheidelbeeren, 550 g Gelierzucker (3:1), Saft 1/2 Zitrone
Zubereitung
Heidelbeeren von vereinzelten Blättern und Stielen befreien und in einem Topf mit Gelierzucker und Zitronensaft vermischt rund 1h zugedeckt ziehen lassen. Dann die Fruchtmasse langsam aufkochen und unter Rühren 6 Minuten sprudelnd kochen lassen. Marmelade in vorbereitete sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen.
Notizen
Nach 2 Tagen Heidelbeerjagd mit klammen Fingern (der überraschend herbstlichen kaltfeuchten Wetterlage geschuldet) und viel Schnaufen und Fluchen (der verflixt unbequemen Wuchshöhe der Heidelbeersträucher geschuldet) bleibt nicht nur Marmelade für die nächsten zig Monate, sondern auch eine unbezahlbare Erinnerung an einen wundervollen Flecken Erde im Herzen des Waldviertels.
Oft sind ja bekanntlich die einfachen Sachen die besten, daher ergeben die Beeren unverfälscht nur mit Zitrone und Zucker eine ganz wundervolle Marmelade. Aber auch je eine Prise Zimt und Nelkenpulver hinzugefügt, ergibt eine herbstlich anmutende Marmelade, die ich mir gut als Begleiter zu Käse oder Wild vorstellen kann.
Die Färbefreude von Heidelbeeren ist schon beim Pflücken und später beim Essen unübersehbar, zum Einfüllen der heißen Marmelade daher am Besten einen Messbecher mit Ausgussschnabel verwenden, da passiert erfahrungsgemäß der geringste Kollateralschaden an Textilien, Küche und Marmeladeproduzenten.
Bananenkuchen

Bananenkuchen
300 g Mehl, 3 Eier, 1 TL Zimt, 2 TL Ovomaltine, 1 Pk Backpulver, 1 TL Natron, 4 cl Obers, 250 g Butter, 250 g Zucker, 4 sehr reife Bananen, 100 g Zartbitterkuvertüre, 80 g geriebene Walnüsse
Zubereitung
Mehl mit Zimt, Backpulver und Nüssen vermengen. Kuvertüre über Wasserbad schmelzen und gemeinsam mit Butter und Zucker schaumig schlagen. Bananen mit Obers und Natron pürieren und zu der Buttermasse geben, dann die Eier einzeln unermengen. Zuletzt die Mehlmischung beifügen, dabei nur noch so lange rühren, bis sich das Mehl gerade eben mit der Buttermasse verbunden hat, so bleibt der Kuchen nach dem Backen schön flaumig. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen. Kuchen bei 175 Grad 1 h backen.
Notizen
Der Kuchen verbreitet einen intensiven Bananenduft, schmeckt üppig schokoladig und serviert mit einer Kugel Vanille- oder Walnusseis ist er einfach unwiderstehlich.
Karamellbienenstich mit Rhabarber

Karamellbienenstich mit Rhabarber
Karamellobers: 1/2 l Obers, 80 g Zucker
Teigboden: 1/4 l Obers, 100 g Zucker, 1 Pk Vanillezucker, 3 Eier, 250 g Mehl, 3 TL Backpulver
Rhabarberfüllung: 500 g Rhabarber, 5 Blatt Gelatine, 80 g Zucker, 1/4 l roter Traubensaft, 1 TL Vanillezucker, 1 EL Zitronensaft
Mandelbezug: 50 g Zucker, 50 g Butter, 50 g Mandelblätter, 2 EL Milch
Zubereitung
Am Vortag: Für das Karamellobers Zucker in einem Topf karamellisieren lassen, dabei erst zu rühren beginnen, wenn der Zucker beginnt sich aufzulösen, sonst gibt es Zuckerklumpen. Sobald der Zucker honiggelb ist, den Topf vom Herd ziehen und Karamell mit Obers aufgießen (Achtung, zischt und dampft wild). Nun den Topf zurück auf den Herd stellen und unter Rühren solange kochen, bis sich das Karamell vollständig aufgelöst hat. Karamellobers in ein verschließbares Gefäß umfüllen und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
Für die Rhabarberfüllung Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen. Den Rhabarber putzen, von den Fäden befreien und in grobe Stücke schneiden. In einem Topf Zucker karamellisieren und mit Traubensaft ablöschen. Rhabarber, Zitronensaft und Vanillezucker hinzugeben und 5 Minuten weich dünsten, dann mit einem Passierstab pürieren. Gelatine ausdrücken und in der heißen Rhabarbermasse unter Rühren auflösen. Zugedeckt im Kühlschrank kaltstellen, bis die Masse beginnt zu gelieren.
Für den Teigboden das Obers halb steif schlagen, dann Zucker und Vanillezucker beigeben und Obers fertig schlagen. Nun die Eier einzeln nach und nach beigeben und rühren, bis sie sich jeweils mit der Obersmischung komplett verbunden haben. In einer separaten Schüssel Mehl mit Backpulver mischen. Auf diese Mischung die luftige Obers-Ei Mischung gießen und mit einem Teigspatel nur so lange rühren, bis sich das Mehl gerade eben mit dem Obers verbunden hat. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen. Bei 180 Grad auf der untersten Schiene 20 Minuten backen.
Inzwischen den Mandelbezug herstellen. Dafür Butter, Zucker und Milch in einem kleinen Topf aufkochen lassen und Mandelblätter unterrühren. Nach 20 Minuten Backzeit den Tortenboden aus dem Rohr nehmen und die Mandelmasse mit dem Löffel auf der Oberseite gleichmäßig verteilen. Tortenboden zurück in den Ofen schieben und weitere 20 Minuten fertig backen, bis sich der Mandelbezug goldbraun färbt. Boden in der Form auskühlen lassen.
Erkalteten Tortenboden aus der Form lösen, das Backpapier abziehen und den Boden einmal in der Mitte durchschneiden. Tortenform reinigen und den unteren Boden zurück auf den Tortenformboden stellen, dann den Tortenring wieder anlegen. Gelierte Rhabarberfülle einmal durchrühren und auf dem Tortenboden verteilen. Nun den Tortenboden mind. 1 h im Kühlschrank ziehen lassen.
Vor dem Servieren: Karamellobers aus dem Kühlschrank holen und in eine Schüssel füllen. Mit dem Mixer zuerst eine halbe Minute aufschlagen, dann das Sahnesteif einrieseln lassen und nun wie normalen Schlagobers fertig schlagen. Torte aus der Form nehmen und das aufgeschlagene Karamellobers auf der Rhababerschicht verteilen.
Nun noch die Oberseite des Bienenstich mit einem großen Messer in 12 Tortenstücke teilen und diese auf das Obers aufsetzen. So lässt sich die Torte später einfach anschneiden und die Füllung bleibt, wo sie hingehört. Torte bis zum Servieren kaltstellen.
Notizen
Das ursprüngliche Rezept habe ich in einer „Essen & Trinken“ Ausgabe gesehen und war gleich Feuer und Flamme von der Idee, einen Rhabarberbienenstich zu backen. Nachdem Rhabarber mein liebstes saisonales Produkt ist, wird der erste Rhabarber des Jahres traditionell mit einem würdigen Rezept zelebriert, und dieses Rezept klang absolut viel versprechend. Bisschen gebastelt am Rezept habe ich, zum Beispiel den wunderbaren Traubensaft eingebaut, den ich von Anna aus der Vinothek Horitschon beziehe, nun bin ich rundum zufrieden mit dem Ergebnis: Dieser Bienenstich könnte festlicher nicht sein und passt daher perfekt als Begrüßung von Frühling und Rhabarber. Wie vieles Festliche ist er in der Herstellung natürlich entsprechend zeitaufwendig und eine ordentliche Kalorienbombe obendrauf, aber der Aufwand lohnt sich. Für besondere Anlässe im Frühling, etwa als Ostertorte, wird das wohl mein neuer Rhabarberfavorit.
Weiße Schokomousse Cupcakes

Weiße Schokomousse Cupcakes
Creme: 250 ml Obers, 350 g weiße Schokolade, 4 Eidotter, 375 g Mascarpone, 45 g Frischkäse, Haselnusskrokant zum Dekorieren
Teig: 120 g Honig, 190 g geraspelte ausgedrückte Zucchini, 2 Eier, 130 g Mehl, 3 EL Milch, 2 TL Backpulver, 1 PK Vanillezucker, 80 g feiner brauner Rohzucker, 1 TL Zimt, 1/2 TL Kardamom, 1/2 TL Ingwer, 1 Prise Salz, 75 g Sonnenblumenöl, 70 g geriebene Haselnüsse
Zubereitung
Am Vortag: Obers mit den Eidottern vermengen und unter ständigem rühren einmal aufkochen lassen. Masse vom Herd nehmen und mit einem Pürierstab passieren. Die Schokolade in kleine Stücke brechen und in ein hohes Gefäß füllen. Die heiße Obersmasse durch ein Haarsieb auf die Schokolade gießen und mit einem Löffel so lange rühren, bis eine Creme entsteht. Masse mit dem Pürierstab nochmal aufmixen und luftdicht verschlossen über Nacht rasten lassen.
Für den Teig die trockenen und die flüssigen Zutaten jeweils in einer eigenen Schüssel vermengen, dann die flüssigen zu den trockenen Zutaten geben und so lange rühren, bis sich die Zutaten eben vermischt haben. Ein 12er Muffinblech mit Förmchen auslegen, den Teig einfüllen und alles bei 180 Grad 25 Minuten backen.
Für das weiße Schokomousse 300 g der kaltgestellten Schokomasse mit dem Mixer zu einer Creme aufschlagen. In einer anderen Schüssel weitere 150 g der Schokomasse, Mascarpone und Frischkäse zuerst mit der Gabel grob vermengen, dann 5 Sekunden mit dem Mixer aufschlagen. Diese Masse zu der zuerst aufgeschlagenen Schokocreme geben und nochmal 10 Sekunden mixen.
Schokomousse in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und auf die Cupcakes dressieren. Mit Haselnusskrokant dekorieren.
Notizen
Ich bin kein Freund von rohen Eiern in Süßspeisen, daher diese etwas eigentümliche Art, die Dotter für das Schokomousse zuerst zu kochen. Im Endeffekt hat sich herausgestellt, dass die Creme durch diese Behandlung sogar robuster wird (normalerweise ist Mousse ja etwas heikel), also ein doppelter Benefit unterm Strich. Geschmacklich sind die Cupcakes traumhaft, erinnern mich an Esterhazyschnitten.


